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Montag, 29. August 2016 – 23:33 Uhr
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Markus Schnitzler

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Markus SchnitzlerMarkus Schnitzler

An diesem Abend haben Sie den Weg zu MSchnitzler2000 gefunden. Ich begrüße Sie auf meiner persönlichen Website und danke Ihnen für Ihr Interesse!

Mein Name ist Markus Schnitzler. Ich bin 36 Jahre alt und lebe in Düren, einer mittelgroßen Stadt in Nordrhein-Westfalen. Ich habe im Jahr 2005 mein Germanistik-Studium erfolgreich mit dem Titel Magister Artium (MA) abgeschlossen. Derzeit arbeite ich als freier Mitarbeiter in der Online-Redaktion, als Texter in einer Internet-Firma und als Nachhilfelehrer. Meine Interessen am Schreiben und Internet habe ich kombiniert und so meine Website erstellt.

Die Themen meiner Website sehen Sie oben im Menü. Eine ausführlichere Vorschau bietet das Inhaltsverzeichnis.

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Beitrag von Markus Schnitzler.

 Meine Blogs

Neben meiner Website betreibe ich zwei Blogs. In meinem Blog „Kein Blatt“ schreibe ich über alle möglichen Dinge, die mir in meinem Leben auffallen. Bei „Erlebnis Sprache“ geht es hingegen um sprachliche Phänomene. Hier sehen Sie auf der Website jeweils einen Ausschnitt des aktuellen Beitrags. Die vollständigen Texte sowie weitere Informationen erhalten Sie auf den verlinkten Seiten und natürlich direkt in den Blogs.

 Kein Blatt

Blog Kein BlattBlog Kein Blatt

Kein Blatt

Olympia 2016: ein goldener Morgen und viel Tristesse

22.08.2016 15:53

In der vergangenen Nacht wurden die Olympischen Spiele 2016 in Rio offiziell beendet. Natürlich haben IOC und OK die Veranstaltung in ihren heuchlerischen Reden extrem gelobt. Alles perfekt und wundervoll, wie immer. Doch mit der Realität hat das wenig zu tun. Denn nach diesen gut zwei Wochen überwiegen leider die negativen Eindrücke und oft waren die Olympischen Spiele 2016 so trüb wie das grüne Wasser im Schwimmbecken.

Die Schlussfeier bot nochmal ein Best-of (oder sollte ich besser sagen: ein Worst-of) der Peinlichkeiten. Da sprechen die Kommentatoren gleich zu Beginn vom letzten Feuerwerk, obwohl später auf dem Stadiondach noch mindestens drei-, viermal gezündet wurde. Erst ganz am Ende, nachdem das olympische Feuer schon gelöscht war, wurde plötzlich Karneval gefeiert. Da war plötzlich die Stimmung, die zuvor bei der Eröffnungs- und Schlussfeier gefehlt hatten. Die waren ungefähr so unterhaltsam wie ein Bildschirmschoner. Emotionen gab es nur beim Einmarsch der Sportler zu sehen. Aber damit hatten die Kommentatoren auch so ihre Probleme. Als längst die ersten deutschen Teilnehmer, deutlich erkennbar an ihrer Kleidung, durchs Bild gelaufen waren, glaubten die Sprecher endlich Deutsche zu sehen. Aber wie soll man auch beispielsweise Borger/Büthe erkennen, wenn man sonst als Reporter nur Fußballer sieht?

Foto: Wikimedia Commons, Agência Brasil Fotografias, Terminam os Jogos Olímpicos Rio 2016 (29068652481), CC BY 2.0

Damit sind wir auch schon beim - neben Doping und IOC - größten Problem dieser Olympischen Spiele, nämlich den deutschen Medien. Die Unzulänglichkeiten insbesondere von ARD und ZDF lassen sich mit drei Begriffen zusammenfassen: fachliche Inkompetenz, schlechte Programmplanung und zuviel Gelaber. Beispiele dafür finden sich allein schon am letzten Wochenende genug. Am Samstag lief am frühen Abend in Rio u.a. ein sehr spannendes Volleyballspiel der Frauen um den dritten Platz. Die ARD steigt aber ausgerechnet in dieser Zeit aus der Olympia-Berichterstattung aus. Schließlich mussten ja dringend Zusammenfassungen von drittklassigen Fußballspielen namens DFB-Pokal gezeigt werden. Ja, endlich wieder Balltreter statt der lästigen anderen Sportarten.

Ein Tag später ungefähr zur gleichen Uhrzeit folgendes Szenario: Gerade ging ein Basketballspiel zu Ende. Soweit in Ordnung. Aber statt nun zum Volleyball-Finale der Männer zwischen Brasilien und Italien zu schalten, das sich in der Mitte des ersten Satzes befand, zeigte das ZDF ein Interview mit einem Kanuten, der am Tag zuvor schon mal an gleicher Stelle im Studio gesessen hatte und interviewt wurde, und sagt am Ende des Gesprächs auch noch schamlos, dass es sich um eine Aufzeichnung handelte. Dann war kurz die Schlussphase des ersten Satzes beim Volleyball zu sehen. Es folgten Mountainbike und Nachrichten, Volleyball frühestens wieder um 19.15 Uhr. Da blieb doch wieder nur der Weg zum Computer, um den Livestream einzuschalten.

Diese Livestreams waren oft die Rettung für Sportfans, die etwas anderes sehen wollten als Fußball, Reiten und Interviews. Da konnte man zum Beispiel viele Volleyball- und Beachvolleyball-Spiele sehen, einfach nur den Sport vom Anpfiff bis zum Matchball. Schwierig wurde es nur bei etwas ungewöhnlicheren Wünschen, zum Beispiel wenn man als Dürener Volleyballfan „seine“ Spieler bei der kanadischen Nationalmannschaft sehen wollte. Für diese Spiele musste man sich dann auf einen Liveticker beschränken.

Also wenigstens bei den Livestreams alles mehr oder weniger okay? Nein, leider nicht. Beim Beachvolleyball hatten wir immerhin noch das Glück, dass ARD und ZDF die Olympiasieger 2012, Julius Brink und Jonas Reckermann als Experten engagiert hatte. Die beiden Sportler zeigten sportliche Kompetenz bei der Beschreibung der Aktionen auf dem Spielfeld und konnten auch Hintergrundgeschichten beispielsweise über die Trainer und die Abläufe bei solch einem Turnier liefern. Sobald es zum Volleyball in der Halle ging, fehlte kompetentes Personal.

Da Sportarten wie Volleyball außerhalb der beiden Olympia-Wochen im Fernsehen kaum präsent sind, erst recht nicht bei ARD und ZDF, muss halt irgendein Reporter bei Olympia ran, der keine Ahnung von dem hat, was da auf dem Spielfeld vor seinen Augen passiert. Der überforderte Mann am Mikrofon (Frauen gibt es da ja sowieso nicht) ist dann ganz stolz, dass er im Vorbeigehen zufällig einen Fachbegriff wie „Sideout“ aufgeschnappt hat und wiederholt das Wort dann in jedem zweiten Ballwechsel, um davon abzulenken, dass er andere Begriffe der Sportart wie Diagonalangreifer, Annahme oder Doppelwechsel noch nie gehört hat. Ansonsten füllt er Lücken beispielsweise damit, dass viele Volleyballer ja hauptsächlich auch Basketballfans seien.

Kurzer Einschub: Ich spreche hier vor allem von Volleyball und Beachvolleybal, weil mich diese Disziplinen am meisten interessieren, aber das Elend der Berichterstattung zeigt sich natürlich auch in anderen Sportarten.

Kommen wir nun zum schönsten Moment der Olympischen Spiele 2016. Das war dieser Donnerstagmorgen, an dem es völlig egal war, dass die Uhr zum Zeitpunkt des Aufstehens noch nicht mal bei fünf Uhr angekommen war. Was interessiert mich die lästige Zeitverschiebung von fünf Stunden, wenn um Mitternacht Ortszeit der Höhepunkt auf dem Programm steht. Beachvolleyball-Finale der Frauen, zum ersten Mal in der olympischen Geschichte mit deutscher Beteiligung. Laura Ludwig und Kira Walkenhorst gegen Ágatha Bednarczuk und Bárbara Seixas. Europameisterinnen gegen Weltmeisterinnen. Nach dem Halbfinale schon zum zweiten Mal das Duell des deutschen Duos gegen Brasilien, gegen ein Spitzenteam des Gastgebers, gegen diese Kulisse von fast 12.000 ständig pfeifenden Fans aus Brasilien.

Foto: Wikimedia Commons, Fernando Frazão/Agência Brasil, Alemãs levam ouro no vôlei de praia em Copacabana 1038682-18.08.2016 ffz-5203, CC BY 3.0 BR

Laura und Kira haben ein klares Zeichen gesetzt. Sie haben das unfaire Publikum zum Schweigen gebracht. Sie haben sich nicht vom Heimvorteil und vom Erfolg des Gegners beeindrucken. Sie sind ruhig und souverän geblieben wie schon im ganzen Turnier. Sie haben sich mit hochwertigen sportlichen Leistungen, einem ausgeprägten Kampfgeist und positiven Emotionen durchgesetzt. Sie haben die Goldmedaille gewonnen. Sie sind Olympiasiegerinnen.

Ach, übrigens. Schon das Halbfinale zwischen Laura/Kira und dem brasilianischen Duo Larissa/Talita haben laut Einschaltquoten 8,55 Millionen Menschen im deutschen Fernsehen gesehen; es war der beste Wert der gesamten Olympia-Berichte, sogar höhere Zahlen als beim Fußballturnier. Auch beim Endspiel zu dieser sehr ungewähnlichen Uhrzeit waren zumindest viele Fans der Sportart am Bildschirm dabei. Hallo, ARD und ZDF, es gibt auch eine sportliche Welt neben dem Fußball, eine Welt mit sympathischen, leidenschaftlichen, erfolgreichen Sportlern und Sportlerinnen. Denkt mal darüber nach, auch in den vier Jahren zwischen den Olympischen Spielen.

Kein Blatt

Olympia 2016: ein goldener Morgen und viel Tristesse

22.08.2016 15:53

In der vergangenen Nacht wurden die Olympischen Spiele 2016 in Rio offiziell beendet. Natürlich haben IOC und OK die Veranstaltung in ihren heuchlerischen Reden extrem gelobt. Alles perfekt und wundervoll, wie immer. Doch mit der Realität hat das wenig zu tun. Denn nach diesen gut zwei Wochen überwiegen leider die negativen Eindrücke und oft waren die Olympischen Spiele 2016 so trüb wie das grüne Wasser im Schwimmbecken.

Die Schlussfeier bot nochmal ein Best-of (oder sollte ich besser sagen: ein Worst-of) der Peinlichkeiten. Da sprechen die Kommentatoren gleich zu Beginn vom letzten Feuerwerk, obwohl später auf dem Stadiondach noch mindestens drei-, viermal gezündet wurde. Erst ganz am Ende, nachdem das olympische Feuer schon gelöscht war, wurde plötzlich Karneval gefeiert. Da war plötzlich die Stimmung, die zuvor bei der Eröffnungs- und Schlussfeier gefehlt hatten. Die waren ungefähr so unterhaltsam wie ein Bildschirmschoner. Emotionen gab es nur beim Einmarsch der Sportler zu sehen. Aber damit hatten die Kommentatoren auch so ihre Probleme. Als längst die ersten deutschen Teilnehmer, deutlich erkennbar an ihrer Kleidung, durchs Bild gelaufen waren, glaubten die Sprecher endlich Deutsche zu sehen. Aber wie soll man auch beispielsweise Borger/Büthe erkennen, wenn man sonst als Reporter nur Fußballer sieht?

Foto: Wikimedia Commons, Agência Brasil Fotografias, Terminam os Jogos Olímpicos Rio 2016 (29068652481), CC BY 2.0

Damit sind wir auch schon beim - neben Doping und IOC - größten Problem dieser Olympischen Spiele, nämlich den deutschen Medien. Die Unzulänglichkeiten insbesondere von ARD und ZDF lassen sich mit drei Begriffen zusammenfassen: fachliche Inkompetenz, schlechte Programmplanung und zuviel Gelaber. Beispiele dafür finden sich allein schon am letzten Wochenende genug. Am Samstag lief am frühen Abend in Rio u.a. ein sehr spannendes Volleyballspiel der Frauen um den dritten Platz. Die ARD steigt aber ausgerechnet in dieser Zeit aus der Olympia-Berichterstattung aus. Schließlich mussten ja dringend Zusammenfassungen von drittklassigen Fußballspielen namens DFB-Pokal gezeigt werden. Ja, endlich wieder Balltreter statt der lästigen anderen Sportarten.

Ein Tag später ungefähr zur gleichen Uhrzeit folgendes Szenario: Gerade ging ein Basketballspiel zu Ende. Soweit in Ordnung. Aber statt nun zum Volleyball-Finale der Männer zwischen Brasilien und Italien zu schalten, das sich in der Mitte des ersten Satzes befand, zeigte das ZDF ein Interview mit einem Kanuten, der am Tag zuvor schon mal an gleicher Stelle im Studio gesessen hatte und interviewt wurde, und sagt am Ende des Gesprächs auch noch schamlos, dass es sich um eine Aufzeichnung handelte. Dann war kurz die Schlussphase des ersten Satzes beim Volleyball zu sehen. Es folgten Mountainbike und Nachrichten, Volleyball frühestens wieder um 19.15 Uhr. Da blieb doch wieder nur der Weg zum Computer, um den Livestream einzuschalten.

Diese Livestreams waren oft die Rettung für Sportfans, die etwas anderes sehen wollten als Fußball, Reiten und Interviews. Da konnte man zum Beispiel viele Volleyball- und Beachvolleyball-Spiele sehen, einfach nur den Sport vom Anpfiff bis zum Matchball. Schwierig wurde es nur bei etwas ungewöhnlicheren Wünschen, zum Beispiel wenn man als Dürener Volleyballfan „seine“ Spieler bei der kanadischen Nationalmannschaft sehen wollte. Für diese Spiele musste man sich dann auf einen Liveticker beschränken.

Also wenigstens bei den Livestreams alles mehr oder weniger okay? Nein, leider nicht. Beim Beachvolleyball hatten wir immerhin noch das Glück, dass ARD und ZDF die Olympiasieger 2012, Julius Brink und Jonas Reckermann als Experten engagiert hatte. Die beiden Sportler zeigten sportliche Kompetenz bei der Beschreibung der Aktionen auf dem Spielfeld und konnten auch Hintergrundgeschichten beispielsweise über die Trainer und die Abläufe bei solch einem Turnier liefern. Sobald es zum Volleyball in der Halle ging, fehlte kompetentes Personal.

Da Sportarten wie Volleyball außerhalb der beiden Olympia-Wochen im Fernsehen kaum präsent sind, erst recht nicht bei ARD und ZDF, muss halt irgendein Reporter bei Olympia ran, der keine Ahnung von dem hat, was da auf dem Spielfeld vor seinen Augen passiert. Der überforderte Mann am Mikrofon (Frauen gibt es da ja sowieso nicht) ist dann ganz stolz, dass er im Vorbeigehen zufällig einen Fachbegriff wie „Sideout“ aufgeschnappt hat und wiederholt das Wort dann in jedem zweiten Ballwechsel, um davon abzulenken, dass er andere Begriffe der Sportart wie Diagonalangreifer, Annahme oder Doppelwechsel noch nie gehört hat. Ansonsten füllt er Lücken beispielsweise damit, dass viele Volleyballer ja hauptsächlich auch Basketballfans seien.

Kurzer Einschub: Ich spreche hier vor allem von Volleyball und Beachvolleybal, weil mich diese Disziplinen am meisten interessieren, aber das Elend der Berichterstattung zeigt sich natürlich auch in anderen Sportarten.

Kommen wir nun zum schönsten Moment der Olympischen Spiele 2016. Das war dieser Donnerstagmorgen, an dem es völlig egal war, dass die Uhr zum Zeitpunkt des Aufstehens noch nicht mal bei fünf Uhr angekommen war. Was interessiert mich die lästige Zeitverschiebung von fünf Stunden, wenn um Mitternacht Ortszeit der Höhepunkt auf dem Programm steht. Beachvolleyball-Finale der Frauen, zum ersten Mal in der olympischen Geschichte mit deutscher Beteiligung. Laura Ludwig und Kira Walkenhorst gegen Ágatha Bednarczuk und Bárbara Seixas. Europameisterinnen gegen Weltmeisterinnen. Nach dem Halbfinale schon zum zweiten Mal das Duell des deutschen Duos gegen Brasilien, gegen ein Spitzenteam des Gastgebers, gegen diese Kulisse von fast 12.000 ständig pfeifenden Fans aus Brasilien.

Foto: Wikimedia Commons, Fernando Frazão/Agência Brasil, Alemãs levam ouro no vôlei de praia em Copacabana 1038682-18.08.2016 ffz-5203, CC BY 3.0 BR

Laura und Kira haben ein klares Zeichen gesetzt. Sie haben das unfaire Publikum zum Schweigen gebracht. Sie haben sich nicht vom Heimvorteil und vom Erfolg des Gegners beeindrucken. Sie sind ruhig und souverän geblieben wie schon im ganzen Turnier. Sie haben sich mit hochwertigen sportlichen Leistungen, einem ausgeprägten Kampfgeist und positiven Emotionen durchgesetzt. Sie haben die Goldmedaille gewonnen. Sie sind Olympiasiegerinnen.

Ach, übrigens. Schon das Halbfinale zwischen Laura/Kira und dem brasilianischen Duo Larissa/Talita haben laut Einschaltquoten 8,55 Millionen Menschen im deutschen Fernsehen gesehen; es war der beste Wert der gesamten Olympia-Berichte, sogar höhere Zahlen als beim Fußballturnier. Auch beim Endspiel zu dieser sehr ungewähnlichen Uhrzeit waren zumindest viele Fans der Sportart am Bildschirm dabei. Hallo, ARD und ZDF, es gibt auch eine sportliche Welt neben dem Fußball, eine Welt mit sympathischen, leidenschaftlichen, erfolgreichen Sportlern und Sportlerinnen. Denkt mal darüber nach, auch in den vier Jahren zwischen den Olympischen Spielen.

Quelle: http://www.kein-blatt.de/rss

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Lasst die Wochentage nicht allein!

28.06.2016 21:18

Wir treffen uns Samstag in der Stadt. Ich fahre Freitag zu einer Versammlung. Das nächste Spiel findet Sonntagnachmittag statt.

Kommen euch diese oder ähnliche Sätze bekannt vor? Würdet ihr so etwas vielleicht sogar selbst sagen oder schreiben? Hoffentlich nicht! Denn in all diesen Beispielsätzen fehlt etwas Wichtiges. Im ersten Beitrag zu meiner kleinen Serie über „normal ungewöhnliche“ Phänomene im modernen Sprachgebrauch hatte ich einen Kommentatr über das kleine Wort „mit“ geschrieben, das viel zu oft auftaucht. Nun geht es um ein noch kleineres Wort, für das ich immer häufiger eine Vermisstenanzeige stellen würde.

Betrachten wir die eingangs erwähnten Beispielsätze in einer leicht veränderten Version.

Wir treffen uns am Samstag in der Stadt. Ich fahre am Freitag zu einer Versammlung. Das nächste Spiel findet am Sonntagnachmittag statt.

Na, das klingt doch schon viel besser, oder? Der Unterschied besteht in zwei Buchstaben. Vor jedem Wochentag steht nun das kleine, unscheinbare „am“. Diese Präposition ist unerlässlich, wenn man darüber spricht, was an einem bestimmten Wochentag passiert. Egal, ob ein Ereignis am Montag, am Dienstag, am Mittwoch, am Donnerstag, am Freitag, am Samstag oder am Sonntag stattfindet, das „am“ gehört dazu.

Doch selbst in journalistischen Texten verschwinden diese beiden Buchstaben immer häufiger. Warum? Sparsamkeit ist keine sinnvolle Erklärung. Zwei Buchstaben und ein Leerzeichen machen keinen großen Unterschied. Ergibt sich beim schnellen Schreiben eine Nachlässigkeit? Kennen die Schreiberlinge die grammatischen Regeln nicht mehr?

Der Verzicht auf das „am“ ist nur zulässig, wenn an seine Stelle ein anderes Wort rückt, beispielsweise in Ausdrücken wie „nächsten Samstag“ oder „jeden Dienstag“. Ansonsten sehen Sätze, wie ich sie zu Beginn geschrieben habe, verstümmelt aus und klingen furchtbar. Also lasst die Wochentage bitte nicht allein!

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Lasst die Wochentage nicht allein!

28.06.2016 21:18

Wir treffen uns Samstag in der Stadt. Ich fahre Freitag zu einer Versammlung. Das nächste Spiel findet Sonntagnachmittag statt.

Kommen euch diese oder ähnliche Sätze bekannt vor? Würdet ihr so etwas vielleicht sogar selbst sagen oder schreiben? Hoffentlich nicht! Denn in all diesen Beispielsätzen fehlt etwas Wichtiges. Im ersten Beitrag zu meiner kleinen Serie über „normal ungewöhnliche“ Phänomene im modernen Sprachgebrauch hatte ich einen Kommentatr über das kleine Wort „mit“ geschrieben, das viel zu oft auftaucht. Nun geht es um ein noch kleineres Wort, für das ich immer häufiger eine Vermisstenanzeige stellen würde.

Betrachten wir die eingangs erwähnten Beispielsätze in einer leicht veränderten Version.

Wir treffen uns am Samstag in der Stadt. Ich fahre am Freitag zu einer Versammlung. Das nächste Spiel findet am Sonntagnachmittag statt.

Na, das klingt doch schon viel besser, oder? Der Unterschied besteht in zwei Buchstaben. Vor jedem Wochentag steht nun das kleine, unscheinbare „am“. Diese Präposition ist unerlässlich, wenn man darüber spricht, was an einem bestimmten Wochentag passiert. Egal, ob ein Ereignis am Montag, am Dienstag, am Mittwoch, am Donnerstag, am Freitag, am Samstag oder am Sonntag stattfindet, das „am“ gehört dazu.

Doch selbst in journalistischen Texten verschwinden diese beiden Buchstaben immer häufiger. Warum? Sparsamkeit ist keine sinnvolle Erklärung. Zwei Buchstaben und ein Leerzeichen machen keinen großen Unterschied. Ergibt sich beim schnellen Schreiben eine Nachlässigkeit? Kennen die Schreiberlinge die grammatischen Regeln nicht mehr?

Der Verzicht auf das „am“ ist nur zulässig, wenn an seine Stelle ein anderes Wort rückt, beispielsweise in Ausdrücken wie „nächsten Samstag“ oder „jeden Dienstag“. Ansonsten sehen Sätze, wie ich sie zu Beginn geschrieben habe, verstümmelt aus und klingen furchtbar. Also lasst die Wochentage bitte nicht allein!

Quelle: http://www.erlebnis-sprache.de/rss

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 Stefanie Heinzmann in Xanten (14. Juli 2016)

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 Letzte Änderung dieser Seite am 25.8.2016 um 1:08 Uhr
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