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Freitag, 18. August 2017 – 12:41 Uhr
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 Inhalt

Buddenbrookhaus in Lübeck

 Das Buddenbrookhaus in Lübeck
 Foto: Andreas Geick;
Lizenz: CC BY-SA 4.0

Buddenbrookhaus in Lübeck

 Das Buddenbrookhaus in Lübeck
 Foto: Andreas Geick; Lizenz: CC BY-SA 4.0

Familie Buddenbrook gehört zum angesehenen Bürgertum der Hansestadt Lübeck. Johann senior ist Inhaber eines Getreidehandels. 1835 feiert er mit seiner Frau Antoinette, dem Sohn Johann junior alias Jean, dessen Frau Elisabeth, den Enkeln Thomas, Tony (Antonie) und Christian sowie vielen Gästen die Einweihung des neuen Hauses. Johanns zweiter Sohn Gotthold ist hingegen unerwünscht. Knapp drei Jahre später wird die Sohn von Jeans viertem Kind Clara in der Familienchronik verzeichnet. Geschäftlich erhalten die Buddenbrooks durch die Familie Hagenström Konkurrenz, was sich später auch in privaten Streitigkeiten auswirkt. Als 1842 Johann und Antoinette sterben, übernimmt Jean die Leitung der Firma und stellt den ehrgeizigen Thomas als Lehrling ein. Christian hingegen vergnügt sich lieber mit einer Schauspielerin.

Tony, die zwischenzeitlich ein Mädchenpensionat besuchte, erhält im Alter von 18 Jahren einen Heiratsantrag vom Hamburger Kaufmann Bendix Grünlich. Da sie den Antrag ablehnt, wird sie vom Vater nach Travemünde geschickt, um sich zu erholen. Dort verliebt sie sich in Morten Schwartzkopf, der aus einfachen Verhältnissen stammt, aber politisch engagiert ist. Am Ende muss sie trotzdem Gr¨nlich heiraten und bringt ihre Tochter Erika zur Welt. Die Ehe scheitert jedoch an Grünlichs finanziellem Ruin. Nach der Revolution 1848 erhalten die Buddenbrooks durch den Tod von Jens Schwiegereltern ein großes Erbe.

1855 endet jedoch auch Jeans Leben überraschend. Thomas übernimmt die Firma und erfreut sich schnell großer Beliebtheit, da er in seiner neuen Rolle großes Engagement zeigt. Im folgenden Jahr stellt er Christian nach dessen langem Auslandsaufenthalt als Prokuristen ein. Da der Lebemann Christian allerdings keinerlei geschäftlichen Ehrgeiz zeigt, kommt es zum Konflikt zwischen den Brüdern und später zur Trennung. Durch Elisabeths religiöse Aktivitäten kommt der Pastor Sievert Tiburtius in die Familie und heiratet Clara. Thomas findet ebenfalls eine Ehefrau; es ist Tonys ehemalige Schulfreundin Gerda Arnoldsen. Tony verspürt den Wunsch nach einer zweiten Ehe und lernt den Münchener Alois Permaneder kennen, der im hohen Norden einen ungewohnten Eindruck hinterlässt. Die Beziehung endet jedoch wieder mit einer Scheidung, nach der Bayer zu gemütlich wurde und fremdgegangen ist.

Während das Ansehen der jungen Frau leidet, sorgt die Geburt von Thomas' Sohn Hanno für neue Hoffnung. Gleichzeitig deutet die seltsame Rede eines Mitarbeiters jedoch den Verfall an, den allmählich auch Thomas spürt. Obwohl der Chef der Firma Buddenbrooks bei der Wahl zum Lübecker Senator seinen Konkurrenten Hermann Hagenström besiegt und einen Erfolg feiert, häufigen sich die beunruhigenden Ereignisse. Christian geht mit der Schauspielerin Aline und einem unehelichen Kind nach London und Hanno entwickelt sich in seiner Kindheit schlecht. Nach Claras Tod kommt es zum Streit zwischen Thomas und seiner Mutter, weil das Erbe an den Pastor geht – ausgerechnet nachdem Thomas gerade ein neues Haus gekauft hat.

1867 ist Tony wieder glücklich, weil Erika den Geschäftsmann Hugo Weinschenk heiratet. Im folgenden Jahr erhält Thomas mitten in der Feier zum hundertjährigen Firmenjubiläum die Nachricht, dass die wertvolle Ernte von Pöppenrade, die er nach langem Zögern gekauft hatte, durch einen Hagelschauer vernichtet wurde. Hanno, der zuvor schon unter Albträumen litt, zeigt ein für die Buddenbrooks untypisches Interesse an der Musik und erhält vom befreundeten Organisten Pfühl Musikunterricht. Erikas Ehemann Hugo erweist sich als Versicherungsbetrüger und muss ins Gefägnis.

Als Elisabeth 1871 nach langer, schwerer Krankenheit stirbt, kommt es bei der Diskussion um ihr Erbe erneut zu einem heftigen Streit zwischen Thomas und Christian. Das Haus, dessen Einweihung die Familie einst groß feierte, wird ausgerechnet an Hermann Hagenström verkauft, worauf Tony verständnislos reagiert. 1873 verschwindet Hugo nach der Entlassung aus der Haft spurlos. Gerda pflegt derweil eine Affäre mit dem Leutnant von Throta. Thomas beschäftigt sich mit Schopenhauers Philosophie und schreibt sein Testament. Gemeinsam mit Christian reist er an die Ostsee, wo es zur Versöhnung der Brüder kommt. Kurz nach der Rückkehr stirbt Thomas an den Folgen einer Zahnbehandlung.

Da Hanno nicht zum Erben ernannt wurde, übernimmt der Testamentsvollstrecker Kistenmaker den Verkauf des Vermögens. Christian heiratet nun Aline, aber seine neue Ehefrau sorgt sofort dafür, dass er in eine psychiatrische Anstalt kommt. Gerda verkauft Thomas' Haus und entlässt Ida Jungmann, die Jahrzehnte lang die Kinder der Buddenbrooks betreut hatte. Hanno sieht trotz der Musik bald keinen Sinn mehr im Leben und stirbt schließlich 1877 an Typhus. Seine Mutter verlässt danach Lübeck.

 Literarische Analyse

Die große Familiengeschichte der Buddenbrooks war das erste bedeutende Werk des Schrifstellers Thomas Mann. Er schrieb damit auch den ersten erfolgreichen Gesellschaftsroman in deutscher Sprache. Der Roman schildert eine komplexe Geschichte, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Das zentrale Motiv ist dabei immer der Verfall. Geschäftlicher Misserfolg, gescheiterte Ehen, schwerwiegende Todesfälle und familiäre Streitigkeiten ziehen sich durch die gesamte Handlung. Deshalb wählte der Autor nicht zufällig den Untertitel „Verfall einer Familie“. Besonders auffällig sind die Bezüge zur historischen Realität. Politische Ereignisse wie die Revolution von 1848 und Themen wie Schule oder Medizin spielen eine wichtige Rolle. Außerdem ist der Text über die Buddenbrooks ein Schlüsselroman, weil Thomas Mann nicht nur seine – nicht explizit genannte – Heimatstadt Lübeck, sondern auch viele Familienmitglieder und prominente Zeitgenossen verarbeitete.

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