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Montag, 18. Dezember 2017 – 15:44 Uhr
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 Inhalt

Luise Miller

 Luise Miller, Stahlstich um 1859
 Foto: Conrad Geyer;
Lizenz: gemeinfrei

Luise Miller

 Luise Miller, Stahlstich um 1859
 Foto: Conrad Geyer; Lizenz: gemeinfrei

Der adelige Major Ferdinand hat sich in Luise, die Tochter des bürgerlichen Musikers Miller verliebt. Miller ist wütend auf Ferdinand, weil der angeblich nur körperlich an Luise interessiert ist. Seine Frau ist hingegen fasziniert vom Adel und verteidigt Ferdinand. Auch der Sekretär Wurm zeigt Interesse an Luise. Während die Mutter meint, dass Luise zu Höherem bestimmt sei, sagt Miller, dass seine Tochter ihren Geliebten wählen dürfe, allerdings keinen Adeligen. Die schwärmerisch verliebte Luise bedauert den Standesunterschied und die daraus resultierenden Schwierigkeiten in der Beziehung, aber Ferdinand ignoriert die Probleme. Der eifersüchtige Wurm soll Ferdinands Vater, dem Präsidenten von Walther, dabei helfen, den Major mit Lady Milford zu verkuppeln. Hofmarschall von Kalb verbreitet die Nachricht von Ferdinand bevorstehender Hochzeit, wodurch der Major unter Druck gerät. Ferdinand verzichtet auf das schmutzige Erbe seines Vaters und widersetzt sich trotz dessen Wut einer Ehe mit der schändlichen Lady Milford.

Die Lady beklagt sich über die fehlende Liebe des Fürsten. Sie behauptet, die Beziehung zu Ferdinand selbst arrangiert zu haben. Der Herzog schenkt Lady Milford Edelsteine, an denen das Blut von Kindern klebt. Für sie ist jedoch die Menschlichkeit wichtiger als der Prunk. Ferdinand hält die Mätresse nicht für eine freie Britin, woraufhin diese ihm das Schicksal ihrer Eltern offenbart. Sie liebt Ferdinand, doch dieser erzählt ihr von Luise. Die Lady kann sich dem öffentlichen Druck jedoch nicht mehr entziehen. Miller verzweifelt angesichts des Interesses an seiner schönen Tochter und ist wütend auf Wurm. Der Vater will mit Luise fliehen. Ferdinand bevorzugt Luise statt Lady Milford und will frei wählen. Von Walther verhört und erniedrigt anschließend Luise. Nachdem Miller in seinem Haus Respekt gefordert hat, antwortet der Präsident mit Gewalt. Als Luise ohnmächtig wird, wehrt sich Ferdinand gegen die Gewalt und droht mit der Enthüllung der bösen Machenschaften seines Vaters.

Der Präsident ist enttäuscht, aber Wurm plant bereits eine Intrige. Er will Luises Eltern festnehmen und einen Brief von Luise erzwingen, der Ferdinand eifersüchtig machen soll. Da Kalb sich über einen Konkurrenten beim Werben um Lady Milford ärgert, ist er bereit, sich an der Intrige zu beteiligen. Miller und seine Frau werden verhaftet. Ferdinand will nun mit Luise fliehen. Als Luise sich schuldig fühlt, vermutet er einen Nebenbuhler als Ursache, aber die Tochter hat Angst um ihre Eltern. Wurm berichtet ihr von der Anklage gegen den Vater und Ferdinands Entscheidung für Lady Milford. Er zwingt sie, einen Brief an Kalb zu schreiben. Luise meint, damit ihr Leben zu verlieren.

Ferdinand reagiert wütend auf Luises Brief. Der Major fühlt sich von seiner Geliebten betrogen und hält ihre Ohnmacht für eine Täuschung. Er will sich am unwürdigen Hofmarschall rächen, obwohl dieser versichert, in keiner Beziehung mit Luise zu stehen. Für Ferdinand ist Luise ein Geschenk Gottes. Der heuchlerische Präsident erklärt sich scheinbar mit der Liebe seines Sohnes zu Luise einverstanden. Lady Milford lehnt derweil im Gespräch mit Sophie stolze Pracht ab. Luise will nicht Milfords Dienerin sein und ist stolz auf ihre Herkunft. Außerdem fühlt sie sich glücklicher als die Lady. Als Milford ihr Unglück androht, spricht Luise von Selbstmord. Doch die Lady wird nach der Begegnung mit Luise einsichtig und bescheiden. Sie verlässt das Land und will keine Lady mehr sein.

Luise meint, dass ein Eid im Tod nicht mehr gültig sei und Ferdinand mit ihr sterben solle. Miller betrachtet Selbstmord aber als Sünde und will seine Tochter nicht verlieren. Schließlich hört Luise auf ihren Vater. Ferdinand sieht nach Milfords Verschwinden eine neue Chance. Er konfrontiert Luise mit dem Brief und diese gesteht, dass sie ihn geschrieben hat. Der Major erinnert sich an den Flöten-Unterricht bei Miller. Vom schlechten Gewissen geplagt, fragt er sich, ob er Miller die einzige Tochter rauben darf. Ferdinand gibt Miller viel Geld, was dem Musiker verdächtig vorkommt. Der Major sagt, dass es für seinen Traum mit Luise sei, und der Vater entscheidet sich, das Geld für seine Tochter auszugeben.

Anschließend schickt Ferdinand Miller zum Präsidenten. Er fühlt sich von der bösen Seele in Luises schönem Körper verraten und verlangt von ihr ein Geständnis bezüglich Kalb. Als sie bemerkt, dass sie beide vergiftet sind, offenbart sie dem Major, dass der Präsident den Brief von ihr erzwungen habe. Während Luise stirbt, beschließt Ferdinand, seinen Vater zu töten. Nachdem er den Präsidenten beschuldigt hat, schiebt dieser die Verantwortung für die Intrige auf Wurm. Der Major vergibt im Sterben seinem Vater, der sich dem Gericht stellt.

 Literarische Analyse

Schillers Drama wird als bürgerliches Trauerspiel charakterisiert. Der Begriff ist allerdings ein Oxymoron (also ein Widerspruch in sich), weil sich Tragödie und Bürgertum im klassischen Drama ausschließen. Denn eigentlich ist die Tragödie dem Adel vorbehalten, während bürgerliche Figuren nur in der Komädie vorkommen. Das bürgerliche Trauerspiel ist somit auch ein Verstoß gegen die traditionelle Ständeklausel. Der Autor stellt sich eindeutig auf die bürgerliche Seite. Der Adel wird aus Protest deutlich negativer dargestellt als das Bürgertum. Die Adeligen gelten als egoistisch, rücksichtslos und hinterlistig, während die Bürger liberal und menschlich erscheinen.

Kabale und Liebe entstand in der Zeit des Sturm und Drang, die von schwärmerischer, leidenschaftlicher Liebe und dem Aufbegehren gegen veraltete Regeln geprägt war. Die dramatische Spannung entsteht durch die – im konservativen Denken verbotene – Liebe zwischen dem adeligen Ferdinand und der bürgerlichen Luise. Die Väter beider Liebenden sind gegen die Beziehung, gehen aber unterschiedlich mit ihrer Unzufriedenheit um. Den Höhepunkt erreicht das Drama, das in die traditionellen fünf Akte unterteilt ist, im dritten Akt mit der Intrige gegen Luise und ihre Eltern. Letztlich setzt sich aber das Bürgertum durch, als sogar die vornehme Lady Milford durch die Begegnung mit Luise auf Distanz zum Adel geht. Im Sterben lösen die beiden Protagonisten Ferdinand und Luise schließlich die letzten Konflikte.

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