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Siegfrieds Abschied von Kriemhild

 Siegfrieds Abschied von Kriemhild
 Foto: Julius Schnorr von Carolsfeld;
Lizenz: gemeinfrei

Siegfrieds Abschied von Kriemhild

 Siegfrieds Abschied von Kriemhild
 Foto: Julius Schnorr von Carolsfeld; Lizenz: gemeinfrei

Siegfried aus Xanten hat den berüchtigten Drachen Fafner besiegt und ist durch dessen Blut unverwundbar geworden. Außerdem hat er den verfluchten Goldschatz der Nibelungen und das Schwert Balmung erobert. Nun verliebt er sich in Kriemhild. Sie ist die Schwester des Königs Gunther und deshalb reitet Siegfried nach Worms, wo er um die schöne Frau werben will. Gunther ist bereit, Kriemhild dem tapferen Helden zu überlassen, sofern dieser ihm einen Wunsch erfüllt. Der König der Burgunder hat sich selbst in Brunhild verliebt. Die Königin von Island ist äußerst stark und will nur einen Ebenbürtigen heiraten, der sich in mehreren körperlich anstrengenden Disziplinen bewährt. Siegfried nutzt eine Tarnkappe, die er beim Kampf gegen den Drachen vom Zwerg Alberich erhalten hat, und meistert Brundhilds Herausforderungen.

In Worms heiraten sowohl Siegfried und Kriemhild als auch Gunther und Brunhild. Die Isländerin will allerdings nicht mit ihrem neuen Ehemann ins Bett, weshalb Siegfried wieder eingreifen muss. Er überwätigt Brunhild mit seiner Tarnkappe. Bevor er Gunter den weiteren Beischlaf überlässt, stiehlt er der Frau noch Ring und Gürtel. Anschließend ziehen Kriemhild und Siegfried nach Xanten. Einige Jahre später bekommen beide Frauen Söhne, die den Namen des jeweils anderen Mannes erhalten.

Als sich Kriemhild und Brunhild in Worms wieder begegnen, kommt es vor der Kirche zum Streit zwischen den beiden Frauen. Brunhild beleidigt Siegfried, woraufhin Kriemhild ihr verrät, von wem sie damals wirklich besiegt wurde. Hagen von Tronje, ein Diener der Isländerin, reagiert wütend auf diese Schande. Er täuscht einen drohenden Krieg vor, um Siegfried zu überlisten. Von Kriemhild erfährt er, dass Siegfried zwischen den Schulterblättern doch verwundbar ist, weil ein Lindenblatt das Drachenblut von dieser Stelle fernhielt. Diese Schwäche nutzt Hagen, um Siegfried hinterrücks zu erstechen. Da Kriemhild sofort Rache schwört, versenkt Hagen den Nibelungenschatz im Rhein, um ihre Möglichkeiten einzuschränken.

Dreizehn Jahre nach Siegfrieds Tod heiratet Kriemhild den Hunnenkönig Etzel und bringt später den gemeinsamen Sohn Ortlieb zur Welt. Nachdem weitere Jahre vergangen sind, behauptet sie, dass sie Sehnsucht nach ihrer Familie in Worms habe und bittet Etzel, die alten Bekannten einzuladen. Trotz Hagens Warnung machen sich Gunther und seine Brüder auf den Weg. Während der Reise erhält Hagen die Prophezeitung, dass nur der Kaplan überleben werde. Der Geistliche erweist sich tatsächlich als widerstandsfähig.

Am Hofe des Königs Etzel provoziert Kriemhild eine blutige Schlacht zwischen den Hunnen und den Gästen. Hagen tötet Ortlieb und viele weitere Beteiligte sterben, bis auf Seiten der Burgunder nur noch Gunther und Hagen übrig bleiben. Dietrich von Bern bringt die beiden in seine Gewalt. Kriemhild will von ihnen das Versteck erfahren, aber Hagen verweigert die Antwort, solange Gunther noch lebt. Daher köpft Kriemhild ihren Bruder. Als Hagen das Geheimnis trotzdem für sich behält, schlägt Kriemhild auch ihm mit dem Balmung-Schwert den Kopf ab, woraufhin sie selbst von Dietrichs Waffenmeister Hildebrand getötet wird.

 Literarische Analyse

Das Nibelungenlied ist das bekannteste Dokument in mittelhochdeutscher Sprache. Das mittelalterliche Heldenepos behandelt eine Sage, die zu dieser Zeit im ganzen germanischen und skandinavischen Raum bestens bekannt war. Motive wie Liebe, Täuschung, Verrat, Rache und Tapferkeit sorgten schon damals für eine spannende Geschichte. Die Sage enthält auch einen historischen Kern rund um den Zerfall des burgundischen Reiches und den Hunnenkönig Etzel, besser bekannt als Attila. Bis heute erfreut sich das Werk einer großen Beliebtheit. Der Drachentöter und die Nibelungentreue wurden vielfach dargestellt.

Inhaltlich besteht das Nibelungenlied aus zwei großen Teilen. Im ersten Teil spielt Siegfried die Hauptrolle und nach seinem Tod beginnt mit Kriemhilds Rache die zweite Hälfte. Das Werk ist in 39 âventiuren (Abenteuer) gegliedert, die aus insgesamt rund 2400 Strophen bestehen. Jede Strophe besteht aus vier zweigeteilten Langzeilen, die sich paarweise reimen. Die bekannteste Version des Textes beginnt mit folgender Einleitung:

Uns ist in alten mæren wunders vil geseit.
von helden lobebæren, von grôzer arebeit,
von freuden, hôchgezîten, von weinen und von klagen,
von küener recken strîten muget ir nû wunder hœren sagen.

Diese Strophe ist nicht in allen überlieferten Handschriften enthalten, zeigt aber schön die mündliche Tradition dieser Sage, die als Heldengeschichte vorgetragen wurde. Außerdem fasst sie alle wesentliche Elemente (Helden, Freude, Klagen, Streit der Krieger) zusammen.

Seinen heutigen Namen erhielt das Epos von einer der möglichen Schlusszeilen (nach Handschrift C):

hie hât daz mære ein ende: daz ist der Nibelunge liet.

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