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Hamlets Vision

 Hamlets Vision, Gemälde von 1893
 Foto: Pedro Américo;
Lizenz: gemeinfrei

Hamlets Vision

 Hamlets Vision, Gemälde von 1893
 Foto: Pedro Américo; Lizenz: gemeinfrei

Prinz Hamlet von Dänemark kehrt nach seinem Studium in Wittenberg in seinen Heimatort Helsingør zurück, um seinem verstorbenen Vater die letzte Ehre zu erweisen. Bei der Beerdigung erfährt er, dass sein Onkel Claudius kurz nach dem Tod des Vaters die Königin Getrude geheiratet hat, und verzweifelt an dieser Nachricht.

Später berichtet Hamlets Freund Horatio, dass auf Schloss Elsinore ein Geist aufgetaucht sei. Hamlet erkennt darin seinen Vater. Der Geist verrät, dass der König nicht durch einen Schlangenbiss starb, sondern von Claudius vergiftet wurde. Hamlet verspricht daraufhin Rache am Mörder, will seine Mutter aber verschonen.

Für seinen Racheplan verwandelt sich Hamlet in einen Wahnsinnigen. Seine Geliebte Ophelia leidet unter der plötzlichen Ablehnung durch den schauspielenden Prinzen. Deren Vater Polonius erkennt daraufhin Methode im Wahnsinn. Als eine Gruppe von Schauspielern den Königshof besucht, prüft Hamlet die Vorwürfe des Geistes, indem er den Mord an seinem Vater so inszenieren lässt, wie der Geist ihn beschrieben hatte. Bei der Szene, in der das Gift in das Ohr des Königs gelangt, bricht Claudius das Schauspiel ab und verrät sich dadurch.

Anschließend spricht Hamlet mit seiner Mutter, als er plötzlich Claudius hinter dem Vorhang zu entdecken glaubt und zusticht. Doch das Opfer ist Polonius. Claudius reagiert auf die Nachricht, indem er Hamlet nach England schickt, wo dieser hingerichtet werden soll. Hamlet macht jedoch seine Begleiter zu Opfern und kehrt zurück. In der Zwischenzeit hat sich Ophelia aus Verzweiflung über den Tod ihres Vaters ertränkt. Auf dem Friedhof erhält Hamlet von den Totengräbern den Schädel eines Narren und ruft dessen Namen: „Alas, poor Yorick!“

Ophelias Bruder Laertes entwickelt mit Claudius ein Mordkomplott gegen Hamlet. Er fordert den Konkurrenten zum Duell und verletzt ihn mit einem vergifteten Degen. Getrude trinkt versehentlich aus einem ebenfalls für Hamlet gedachten Giftbecher. Nach einer Verwechslung der Waffen trifft Hamlet Laertes mit dessen Degen. Im Sterben offenbart Laertes den Verrat und Hamlet tötet noch Claudius, bevor er seine letzten Worte spricht: „The rest is silence.“

 Literarische Analyse

Shakespeares Tragödie in fünf Akten folgt dem klassischen Aufbau des Dramas mit Exposition, steigender Handlung, Peripetie, fallender Handlung inklusive Retardation und Lösung. Der Selbstverrat des Mörders Claudius angesichts des Schauspiels innerhalb des Schauspiels bildet dabei den Höhepunkt. Während Hamlet selbst den Wahnsinnigen nur spielt, verfällt seine Schwester tatsächlich dem Wahnsinn. Interessant ist das Auftreten eines Geistes gegenüber dem Protagonisten, wodurch eine übernatürliche Parallele zu Macbeth entsteht.

Wie in vielen anderen Shakespeare-Werken wurden einige Sätze zu berühmten Zitaten. Neben den in der Zusammenfassung erwähnten Aussagen sind es vor allem folgende Beispiele.

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