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Donnerstag, 23. Februar 2017 – 13:04 Uhr
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Macbeth sieht Banquos Geist

 Macbeth sieht Banquos Geist
 Foto: Théodore Chassériau;
Lizenz: gemeinfrei

Macbeth sieht Banquos Geist

 Macbeth sieht Banquos Geist
 Foto: Théodore Chassériau; Lizenz: gemeinfrei

Nachdem der schottische Krieger Macbeth seinem König Duncan zum Sieg gegen einen Rebellen verholfen hat, erfährt er bei einer Begegnung mit drei Hexen, dass er zum Thane ernannt wurde und bald König sein soll. Sein Freund Banquo soll Ahnherr von Königen werden. Daraufhin beschließt die ehrgeizige Lady Macbeth, Duncan zu ermorden.

Beim Besuch des Königs auf Burg Inverness setzen die Eheleute den Plan in die Tat um. Da Macbeth kurz vorher eine Vision mit einem schwebenden Dolch hat, reagiert er verwirrt und die Lady muss ihm bei der Vertuschung des Mordes helfen. Macduff, der zusammen mit Lennox zur Burg kommt, schöpft Verdacht, als Macbeth zwei Kammerdiener tötet.

Nach dem Tod ihres Vaters fliehen Duncans Söhne, weshalb Macbeth neuer König wird. Um seine neue Machtposition nicht zu gefährden, lässt er den Mitwisser Banquo töten. Dessen Sohn Fleance kann allerdings entkommen. Als Macbeth ein Bankett anlässlich seiner Krönung veranstaltet, sieht er auf seinem Stuhl Banquos Geist. Durch seine Angst verwirrt er die anwesenden Gäste. Deshalb entscheidet er sich, die Hexen nochmal zu besuchen.

Die Hexen erwarten schon etwas Böses, als Macbeth eintrifft. Bei der Frage nach seinem Schicksal erhält er drei Prophezeiungen:

  1. Ein bewaffnetes Haupt warnt ihn vor Macduff.
  2. Ein blutiges Kind weist daraufhin, dass Macbeth nicht durch ein von einer Frau geborenes Kind zu Schaden kommen kann.
  3. Ein gekröntes Kind mit einem Baum prophezeit, dass keine Gefahr besteht, bis der Wald von Birnam nach Dunsinane kommt.

Kurz nach diesen seltsamen Voraussagen erklärt Lennox, dass Macduff in England einen Rebellion gegen Macbeth plane. Als Macbeth daraufhin Macduffs Familie ermordet, ziehen die Truppen in England los.

Während Macbeth zunehmend als Tyrann herrscht, leidet seine Frau unter Albträumen und Schlafwandeln, bis sie sich selbst tötet. Macduffs Truppen tarnen sich beim Anmarsch auf Macbeths Burg mit Ästen und bilden so einen beweglichen Wald. Im Zweikampf zwischen Macbeth und Macduff verrät letzterer, dass er mit einem Kaiserschnitt, also nicht direkt von einer Frau geboren wurde. Macbeth stirbt in diesem Duell. Neuer König wird Duncans Sohn Malcolm.

 Literarische Analyse

Diese Tragödie ist in fünf Akte gegliedert und folgt dem klassischen Aufbau des Dramas mit Exposition, steigender Handlung, Peripetie, fallender Handlung inklusive Retardation und Lösung. Macbeth entwickelt nach der übernatürlichen Prophezeiung der Hexen eine Gier nach Macht. Mit Hilfe seiner hinterlistigen Frau kommt er durch den Mord an Duncan auf den Thron, aber die böse Tat verfolgt ihn. Die späteren Aussagen der Hexen helfen ihm wenig, weil die unwahrscheinlich klingenden Aussagen sich als real erweisen. Schließ,lich stürzt zuerst die Lady, dann Macbeth selbst. Am Ende kommt der eigentliche Thronfolger Malcolm doch noch zu seinem Recht.

Das Drama, in dem Shakespeare historische Persönlichkeiten verarbeitete, ist zum gröszlig;ten Teil in fünfhebigen Jamben mit Blankvers geschrieben. Nur die Hexen als übernatürliche Wesen weichen davon ab. Viele Charakter vermitteln ihre Gedanken, Sorgen und Verzweiflung in Form von Monologen. Bemerkenswert sind außerdem die zahlreichen Visionen und Prophezeiungen. Der Dolch erinnert dabei an das Motiv des Damoklesschwerts.

Wie in vielen anderen Shakespeare-Werken wurden einige Sätze zu berühmten Zitaten:

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