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Geschichte Klassiker Grammatik

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Die Geschichte der lateinischen Sprache ist eng verbunden mit dem historischen Erfolg des Römischen Reiches und den Auswirkungen der Antike auf die spätere Kultur Europas. Sie begann mit der Gründung der Stadt Rom im achten Jahrhundert vor Christus. Die Sprache erhielt ihren Namen von der Gegend Latium, die die spätere Weltmetropole umgab. Aus frühesten Zeugnissen entwickelte sich das Altlatein, bevor es rund um die Zeitenwende mit dem klassischen Latein zum Höhepunkt der Entwicklung kam. Obwohl es als tote Sprache gilt, behielt Latein auch im Mittelalter und der Neuzeit eine große Bedeutung.

 Altlatein

Titus Maccius Plautus

 Titus Maccius Plautus
 Foto: unbekannt;
Lizenz: gemeinfrei

Titus Maccius Plautus

 Titus Maccius Plautus
 Foto: unbekannt; Lizenz: gemeinfrei

Nachdem aus den früheren Jahrhunderten nur ganz wenige Inschriften erhalten sind, begann die lateinische Literatur 240 v. Chr. mit Livius Andronicus, der eine Übersetzung der griechischen Odyssee verfasste. Dieses Jahr gilt als Beginn der altlateinischen Epoche. Die bekanntesten Autoren aus dieser Zeit sind die Komödiendichter Plautus und Terenz. Grammatisch sind einige Veränderungen bei Vokalen interessant, vor allem der Wechsel von Diphthongen zu Monophthongen, also von Doppellauten zu einfachen Vokalen.

 Klassisches Latein

Cicero Musei Capitolini

 Cicero-Büste, Musei Capitolini
 Foto: Glauco92;
Lizenz: CC BY-SA 3.0

Cicero Musei Capitolini

 Cicero-Büste, Musei Capitolini
 Foto: Glauco92; Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das klassische Latein entstand in der Zeit des ersten Jahrhunderts vor und nach Christus. Es erhielt seine besondere Bedeutung durch die Literatur. Gebildete Autoren wie Cicero, Vergil und Ovid hatten ein so hohes Ansehen, dass die Sprache, die sie in ihren Werken verwendeten, als perfekt galt und später nur noch im Vokabular geändert wurde. Deshalb ist diese Epoche, in der auch Seneca aktiv war, einerseits der eindeutige Höhepunkt der lateinischen Geschichte, aber andererseits der Zeitpunkt, an dem Latein zur toten Sprache wurde. Durch die erfolgreiche Expansion des Imperium Romanum brachten die Eroberer ihre Sprache bis nach Spanien und Nordafrika. Das einfache Volk, das sich zunehmend von der Oberschicht distanzierte, entwickelte mit dem Vulgärlatein eine eigene Varietät. Daraus entstanden später die romanischen Sprachen, zu denen Italienisch, Spanisch und Französisch gehören.

 Mittellatein

Einhard Porträt

 Einhard, Biograf Karls des Großen
 Foto: unbekannt;
Lizenz: gemeinfrei

Einhard Porträt

 Einhard, Biograf Karls des Großen
 Foto: unbekannt; Lizenz: gemeinfrei

Nachdem sich Latein nach der klassischen Epoche durch den Einfluss der Umgangssprache zunehmend vereinfacht hatte, begann mit dem Mittelalter eine neue Zeit. Karl der Große fördete die Sprache durch die Klosterschulen in seinem Reich. Die Biografie Vita Karoli Magni von Einhard ist ein bekanntestes Beispiel für die lateinische Literatur des Mittelalters. Eine wichtige Rolle spielte außerdem die katholische Kirche, die Latein als Sprache für ihre Dokumente und Rituale nutzte.

 Humanismus und Neuzeit

Newton, Philosophiae Naturalis Principia Mathematica

 Newton, Philosophiae Naturalis Principia Mathematica
 Foto: unbekannt;
Lizenz: gemeinfrei

Newton, Philosophiae Naturalis Principia Mathematica

 Newton, Philosophiae Naturalis Principia Mathematica
 Foto: unbekannt; Lizenz: gemeinfrei

Humanisten wie Petrarca bemühten sich in der Renaissance darum, das klassische Latein wiederzubeleben, das ihrer Meinung nach durch die mittelalterlichen Einflüsse geschwächt war. Da die einzelnen nationalen Sprachen jedoch immer erfolgreicher und beliebter wurden, beschränkte sich die Verwendung des Latein ab dem 17. Jahrhundert auf Wissenschaftler und Philosophen. Bedeutende Wissenschaftler wie Kopernikus, Galilei und Newton vermittelten ihre Erkenntnisse in lateinischer Sprache, die außerdem für die Klassifikation von Lebewesen benutzt wurde. Descartes und Schopenhauer philosophierten auf Latein. Humboldt fördete den Schulunterricht in der klassischen Sprache.

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