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SpracheSprache Die Menschen sind von der Sprache geprägt. Ohne sie wäre eine Kommunikation in der uns bekannten Form unmöglich. Sie sorgt für den Unterschied zwischen Mensch und Tier. Durch langjähriges Interesse, ein entsprechendes Studium und meine beruflichlichen Tätigkeiten konnte ich viel Wissen und noch mehr Eindrücke über die menschliche Sprache gewinnen, die ich nun mit Ihnen teilen möchte.

 Blog „Erlebnis Sprache“

Dem faszinierenden Erlebnis Sprache habe ich ein Blog gewidmet. Die Besonderheiten und Auffälligkeiten möchte ich in diesem Blog vermitteln. In meinen Beiträgen biete ich alles, was in der Sprache auffällt, also …

Erlebnis Sprache BlogErlebnis Sprache Blog
Quelle: http://www.erlebnis-sprache.de/rss

Erlebnis Sprache

Ein kleines Wort bedroht den Genitiv

15.09.2016 23:16

Wer kennt noch den Genitiv? Viele Mitarbeiter beim Fernsehen offensichtlich nicht mehr. Denn der korrekte Gebrauch dieser grammatischen Form wird von einem kleinen Wort bedroht. Dieses kleine Wort heißt „von“.

In den vergangenen Tagen habe ich mehrere Shows und Magazine im Fernsehen verfolgt. Regelmäßig wurden dabei die Eltern oder andere Verwandte einer Person gezeigt, die in der Sendung auftrat. Interessant war dabei aus sprachlicher Sicht der Blick auf die Bauchbinden. Auf den Bauchbinden stand unter dem jeweiligen Namen „Mutter von Sophie“, „Eltern von Maximilian“ (In den Beispielen verwende ich die beliebtesten Vornamen des vergangenen Jahres.) oder Ähnliches. Das betrifft nicht eine, sondern mehrere voneinander unabhängige Sendungen.

In der Schule habe ich andere Regeln gelernt. Demnach bezeichnet man den weiblichen Elternteil des Mädchens als „Sophies Mutter“ und die direkten Vorfahren des Jungen als „Maximilians Eltern“. Vorname + Genitiv-s + Substantiv. Eigentlich ganz einfach, oder? Es ist keinesfalls komplizierter als die Form, die im Fernsehen zu sehen war. Man spart demgegenüber sogar ein Wort; der Ausdruck wird kürzer und passt besser zu einer begrenzten Zeichenzahl wie in der Bauchbinde.

Gute Frage!

Foto: Flickr, Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Ausnahmen gelten nur in wenigen Fällen, vor allem wenn es um eine unbestimmte Menge geht. Eine Liste von Vornamen enthält eine unbestimmte Menge dieser sprachlichen Einheiten. Die Liste der zehn beliebtesten Vornamen ist hingegen klar begrenzt. Apropos Zahlwörter: Da greift auch eine Ausnahme, vor allem bei Zahlen, die größer als drei sind, zum Beispiel bei der Mutter von vier Kindern.

Aber woher kommt dann diese sprachliche Schwäche bei den Fernsehmitarbeitern? Sind sie zu schlecht ausgebildet? Haben sie vergessen, was sie in der Schule gelernt haben? Da kann man nur spekulieren. Eine Erklärung, die beim Verfall der deutschen Sprache oft angeführt wird, scheidet in diesem Fall allerdings aus. An der Verbreitung der englischen Sprache, also einem grammatischen Anglizismus kann es nicht liegen. Die Englischsprecher benutzen zwar meistens statt des Genitivs eine Konstruktion mit „of“, also beispielsweise „the colour of love“, aber gerade beim possessiven Genitiv, also bei Personen verwenden sie eine ähnliche Konstruktionen wie wir in der deutschen Sprache: „Mary’s mother“, „Peter’s parents“. Deshalb bezeichnet man diese Form übrigens auch als sächsischen Genitiv.

Umgangssprachlich und in Dialekten sind natürlich jederzeit viele Varianten möglich. In meiner Heimat kennen wir als Eigenart des kölschen Dialekts beispielsweise den Wemsing-Genitiv (Ich spare mir an dieser Stelle eine Erklärung und verweise auf den verlinkten Artikel.). Aber Mitarbeiter von deutschlandweit ausgestrahlten TV-Sendungen sollten sich sprachlich schon an die allgemeinen Regeln der deutschen Sprache halten. Vielleicht erinnern wir uns einfach auch mal an die Zeiten, in denen wir Grimms Märchen oder „Des Kaisers neue Kleider“ gelesen haben.

Dämmert es langsam?

12.09.2016 16:03

Wer bin ich und wenn ja wie viele? Diese Frage, die durch einen Buchtitel von Richard David Precht bekannt wurde, kann man sich derzeit auch bei der Berichterstattung über Angela Merkel und die Probleme in der großen Koalition stellen. Denn da taucht immer wieder diese seltsame Wort auf: Kanzlerinnendämmerung.

Darin steckt das Wort „Kanzlerinnen“, der Plural von „Kanzlerin“. Ähm, Moment mal. Wie viele Kanzlerinnen hatten wir denn bisher in der Geschichte unseres Landes? Angela Merkel und … keine andere. Also nur eine einzige. Aktuell sind auch nicht mehrere Kanzlerinnen oder Kanzler in Deutschland gleichzeitig im Amt. Schon allein wegen der historischen und aktuellen Realität in der deutschen Politik ist es also völliger Blödsinn, von einer Kanzlerinnendämmerung zu reden oder zu schreiben. Ganz unabhängig davon, wie man Merkels aktuelle Politik und ihre Handlungsfähigkeit einschätzt.

Die Dämmerung liefert schöne Bilder, die Kanzlerinnendämmerung hingegen nur sprachlichen Blödsinn.

Foto: Flickr, Jürgen Stemper // Bloemche, Sunset @ Berlin, CC BY-ND 2.0

Da Angela Merkel nun mal eine Frau und damit Kanzlerin ist, versuchen die Journalisten krampfhaft, das ohnehin schon alberne Wort Kanzlerdämmerung oder genauer gesagt dessen ersten Teil auf eine weibliche Form umzubiegen. Aber da bleibt immer noch die Frage: Warum im Plural? Die männliche Form Kanzlerdämmerung liefert keinen Hinweis darauf, dass es sich bei der ersten Hälfte zwangsläufig um einen Plural handelt. Die Formen lauten „der Kanzler“ im Singular und „die Kanzler“ im Plural. Da wie gesagt zu jedem Zeitpunkt der Geschichte nach 1949 immer nur ein Kanzler im Amt war, ist nur der Singular sinnvoll. Das gilt erst recht für die weibliche Form.

Vielleicht dämmert es den Journalisten vielleicht so langsam, welchen Blödsinn sie da schreiben. Zumindest sprachlich betrachtet.

Alltagssprache: Hier verlassen Sie den Bulettensektor - SPIEGEL ONLINE

30.08.2016 22:47

Alltagssprache: Hier verlassen Sie den Bulettensektor - SPIEGEL ONLINE:

Wer schon mal im Osten der Republik war und dort mit einem Einheimischen über einen Termin gesprochen hat, weiß genau, dass die Leute dort nicht wie üblich beispielsweise „viertel nach zehn“ sagen, sondern die seltsame Ausdrucksweise „viertel elf“ benutzen. Es gibt viele weitere solcher regionalen Unterschiede in der deutschen Sprache, nicht nur zwischen West und Ost. Einige Beispiele kann man auf den Karten in diesem Artikel sehen:

Erlebnis Sprache

Ein kleines Wort bedroht den Genitiv

15.09.2016 23:16

Wer kennt noch den Genitiv? Viele Mitarbeiter beim Fernsehen offensichtlich nicht mehr. Denn der korrekte Gebrauch dieser grammatischen Form wird von einem kleinen Wort bedroht. Dieses kleine Wort heißt „von“.

In den vergangenen Tagen habe ich mehrere Shows und Magazine im Fernsehen verfolgt. Regelmäßig wurden dabei die Eltern oder andere Verwandte einer Person gezeigt, die in der Sendung auftrat. Interessant war dabei aus sprachlicher Sicht der Blick auf die Bauchbinden. Auf den Bauchbinden stand unter dem jeweiligen Namen „Mutter von Sophie“, „Eltern von Maximilian“ (In den Beispielen verwende ich die beliebtesten Vornamen des vergangenen Jahres.) oder Ähnliches. Das betrifft nicht eine, sondern mehrere voneinander unabhängige Sendungen.

In der Schule habe ich andere Regeln gelernt. Demnach bezeichnet man den weiblichen Elternteil des Mädchens als „Sophies Mutter“ und die direkten Vorfahren des Jungen als „Maximilians Eltern“. Vorname + Genitiv-s + Substantiv. Eigentlich ganz einfach, oder? Es ist keinesfalls komplizierter als die Form, die im Fernsehen zu sehen war. Man spart demgegenüber sogar ein Wort; der Ausdruck wird kürzer und passt besser zu einer begrenzten Zeichenzahl wie in der Bauchbinde.

Gute Frage!

Foto: Flickr, Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Ausnahmen gelten nur in wenigen Fällen, vor allem wenn es um eine unbestimmte Menge geht. Eine Liste von Vornamen enthält eine unbestimmte Menge dieser sprachlichen Einheiten. Die Liste der zehn beliebtesten Vornamen ist hingegen klar begrenzt. Apropos Zahlwörter: Da greift auch eine Ausnahme, vor allem bei Zahlen, die größer als drei sind, zum Beispiel bei der Mutter von vier Kindern.

Aber woher kommt dann diese sprachliche Schwäche bei den Fernsehmitarbeitern? Sind sie zu schlecht ausgebildet? Haben sie vergessen, was sie in der Schule gelernt haben? Da kann man nur spekulieren. Eine Erklärung, die beim Verfall der deutschen Sprache oft angeführt wird, scheidet in diesem Fall allerdings aus. An der Verbreitung der englischen Sprache, also einem grammatischen Anglizismus kann es nicht liegen. Die Englischsprecher benutzen zwar meistens statt des Genitivs eine Konstruktion mit „of“, also beispielsweise „the colour of love“, aber gerade beim possessiven Genitiv, also bei Personen verwenden sie eine ähnliche Konstruktionen wie wir in der deutschen Sprache: „Mary’s mother“, „Peter’s parents“. Deshalb bezeichnet man diese Form übrigens auch als sächsischen Genitiv.

Umgangssprachlich und in Dialekten sind natürlich jederzeit viele Varianten möglich. In meiner Heimat kennen wir als Eigenart des kölschen Dialekts beispielsweise den Wemsing-Genitiv (Ich spare mir an dieser Stelle eine Erklärung und verweise auf den verlinkten Artikel.). Aber Mitarbeiter von deutschlandweit ausgestrahlten TV-Sendungen sollten sich sprachlich schon an die allgemeinen Regeln der deutschen Sprache halten. Vielleicht erinnern wir uns einfach auch mal an die Zeiten, in denen wir Grimms Märchen oder „Des Kaisers neue Kleider“ gelesen haben.

Dämmert es langsam?

12.09.2016 16:03

Wer bin ich und wenn ja wie viele? Diese Frage, die durch einen Buchtitel von Richard David Precht bekannt wurde, kann man sich derzeit auch bei der Berichterstattung über Angela Merkel und die Probleme in der großen Koalition stellen. Denn da taucht immer wieder diese seltsame Wort auf: Kanzlerinnendämmerung.

Darin steckt das Wort „Kanzlerinnen“, der Plural von „Kanzlerin“. Ähm, Moment mal. Wie viele Kanzlerinnen hatten wir denn bisher in der Geschichte unseres Landes? Angela Merkel und … keine andere. Also nur eine einzige. Aktuell sind auch nicht mehrere Kanzlerinnen oder Kanzler in Deutschland gleichzeitig im Amt. Schon allein wegen der historischen und aktuellen Realität in der deutschen Politik ist es also völliger Blödsinn, von einer Kanzlerinnendämmerung zu reden oder zu schreiben. Ganz unabhängig davon, wie man Merkels aktuelle Politik und ihre Handlungsfähigkeit einschätzt.

Die Dämmerung liefert schöne Bilder, die Kanzlerinnendämmerung hingegen nur sprachlichen Blödsinn.

Foto: Flickr, Jürgen Stemper // Bloemche, Sunset @ Berlin, CC BY-ND 2.0

Da Angela Merkel nun mal eine Frau und damit Kanzlerin ist, versuchen die Journalisten krampfhaft, das ohnehin schon alberne Wort Kanzlerdämmerung oder genauer gesagt dessen ersten Teil auf eine weibliche Form umzubiegen. Aber da bleibt immer noch die Frage: Warum im Plural? Die männliche Form Kanzlerdämmerung liefert keinen Hinweis darauf, dass es sich bei der ersten Hälfte zwangsläufig um einen Plural handelt. Die Formen lauten „der Kanzler“ im Singular und „die Kanzler“ im Plural. Da wie gesagt zu jedem Zeitpunkt der Geschichte nach 1949 immer nur ein Kanzler im Amt war, ist nur der Singular sinnvoll. Das gilt erst recht für die weibliche Form.

Vielleicht dämmert es den Journalisten vielleicht so langsam, welchen Blödsinn sie da schreiben. Zumindest sprachlich betrachtet.

Alltagssprache: Hier verlassen Sie den Bulettensektor - SPIEGEL ONLINE

30.08.2016 22:47

Alltagssprache: Hier verlassen Sie den Bulettensektor - SPIEGEL ONLINE:

Wer schon mal im Osten der Republik war und dort mit einem Einheimischen über einen Termin gesprochen hat, weiß genau, dass die Leute dort nicht wie üblich beispielsweise „viertel nach zehn“ sagen, sondern die seltsame Ausdrucksweise „viertel elf“ benutzen. Es gibt viele weitere solcher regionalen Unterschiede in der deutschen Sprache, nicht nur zwischen West und Ost. Einige Beispiele kann man auf den Karten in diesem Artikel sehen:

 Sprachwissenschaft

Anhand der Erkenntnisse, die ich in meinem linguistischen Studium gewonnen habe, gebe ich Ihnen ein paar Einblicke in die Sprachwissenschaft.

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Als Nachhilfelehrer habe ich jungen Menschen die Geheimnisse der Sprache erläutert. Außerdem war ich selbst mal Schüler und Student. Deshalb möchte ich Ihnen einige Tipps zum Lernen von Sprachen und Informationen über diverse Sprachen geben.



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