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Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen zum Film Das Experiment.

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 Das Experiment



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 Handlung

Eine Zeitungsanzeige erweckt das Interesse des Kölner Taxifahrers Tarek Fahd: 4000 DM werden für die Teilnahme an einem psychologischen Experiment geboten, bei dem ein Gefängnis simuliert wird. Obwohl die Wissenschaftlerin Dr. Jutta Grimm erklärt, dass die Gefangenen in diesem Experiment auf einige Grundrechte verzichten müssen, entschließt er sich zur Teilnahme und überredet seinen ehemaligen Chef bei der Zeitung, ihm die Chance auf diese Story zu geben. Um die Ereignisse zu dokumentieren, besorgt er sich eine Brille mit einer eingebauten Minikamera.

Bevor das Experiment beginnt, lernt Tarek bei einem Autounfall die attraktive Dora kennen. Er nimmt die Frau, die gerade von der Beerdigung ihres Vaters kam, mit in seine Wohnung und verbringt die Nacht mit ihr. Wie in späteren Rückblenden deutlich wird, kommt es dabei zum Sex. Beim Experiment wird Tarek der Gruppe der Gefangenen zugeteilt. Obwohl der Versuchsleiter Dr. Klaus Thon auf die Ernsthaftigkeit der Simulation und mögliche Belastungen hinweist, gehen Wärter und Gefangene gut gelaunt in das eigens eingerichtete Gefängnis. Doch schon bald entsteht Unruhe.

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 Kritik

Im Jahre 1971 gab es in der amerikanischen Stanford University unter der Leitung von Philip Zimbardo ein Experiment, mit dem das Aggressionspotential des Menschen untersucht werden sollte. Das Stanford-Prison-Experiment musste nach einer von geplanten zwei Wochen abgebrochen werden. Zu diesem Experiment schrieb Mario Giordano seinen Roman Black Box, der die Vorlage zu Hirschbiegels Film war.

Der Film zeigt deutlich und eindrucksvoll, wozu durchschnittliche Menschen in Extremsituationen fähig sind. Durch die wachsende psychische Anspannung steigt auch das Agressionspotential rasant an. Diese friedlichen Personen, die das Experiment unbelastet und locker beginnen, entwickeln innerhalb kürzester Zeit eine Gewaltbereitschaft, die man eigentlich nur Verbrechern zutraut. Das Geschehen eskaliert immer mehr und wird zunehmend brutaler. Im Gegensatz dazu stehen Tareks Erinnerungen an die intensiv Nacht mit Dora. In seiner Abwesenheit wird seine neue Freundin auch mehrmals erotisch dargestellt.

Um die Dramaturgie zu steigern, gibt es von Beginn an Provokationen. Auf Seiten der Gefangenen ist dabei vor allem Tarek verantwortlich, der die Wärter ständig mit seinem Ungehorsam ärgert. Bei den Wärtern gibt ausgerechnet der zuvor ruhige Berus mit dem Hinweis auf Erniedrigung das Signal zur verstärkten Anwendung von Gewalt, die nach den Regeln des Experiments eigentlich verboten ist. Insbesondere die wiederholte Konfrontation zwischen Tarek und Berus verschärft den Konflikt. Die Versuchsleitung bemerkt die Eskalation und Dr. Grimm drängt auf einen Abbruch, doch Dr. Thon glaubt noch, alles im Griff zu haben. Als er dann abwesend ist, erreicht die Eskalation ihren traurigen Höhepunkt.

Man kann in dem Film gewisse Parallelen zum Aufstieg der Nationalsozialisten erkennen. Eine Gruppe wird zum rechtlosen Außenseiter erklärt. Auf Diskriminierung folgt zunehmende Gewalt, die sich schließlich bis zum Mord steigert. Die Machthaber nutzen ihre Position gnadenlos aus. Mahnende Stimmen und beunruhigte Beobachter (hier symbolisiert durch Dr. Grimm und Dora) können sich nicht durchsetzen, andere Menschen, die hätten eingreifen können (in diesem Fall Dr. Thon), erkennen die Gefahr zu spät.

Insgesamt erleben wir einen sehr intensiven Film mit viel Gewalt, der zugleich sehr lehrreich ist, wenn man sich mit Psychologie und menschlichem Verhalten beschäftigt.



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