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 Der Junge im gestreiften Pyjama



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 Handlung

Als Bruno von der Schule nach Hause kommt, erfährt er, dass sein Vater Ralf, ein SS-Obersturmbannführer, befördert und mit einer neuen Aufgabe betraut wurde. Deshalb muss der achtjährige Junge mit seinen Eltern und seiner älteren Schwester Gretel nach einem elitären Abschiedsfest von Berlin aufs Land ziehen. Ihm gefällt der Umzug gar nicht, weil er sich ohne Freunde in dem neuen, streng bewachten Haus langweilt.

Vom Fenster seines Zimmers aus sieht er hinter dem Haus etwas, das er für einen Bauernhof hält. Doch er ist sehr verwirrt, weil die Menschen dort den ganzen Tag „Pyjamas“ tragen. Erst recht, als dann auch noch einer der vermeintlichen Bauern zu ihnen ins Haus kommt und im Haushalt helfen muss. Bruno bekommt keine klaren Antworten und seine Mutter Elsa ist entsetzt, dass das Kind den „Bauernhof“ der in Wirklichkeit ein Konzentrationslager ist, sehen konnte. Ab sofort darf Bruno nicht hinters Haus gehen.

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 Kritik

Die unfassbare Brutalität des Holocaust mit der systematischen Vernichtung der Juden ist schon für Erwachsene unerklärlich. Für Kinder, die mit diesem höchst grausamen Geschehen konfrontiert werden, gilt dies umso mehr. Mit dem Problem beschäftigte sich schon der Film Das Leben ist schön, dessen Protagonist seinem jüdischen Sohn das Konzentrationslager als Spiel zu erklären versucht, um ihn von der Wahrheit zu verschonen. Nun erleben wir den Konflikt mit Kindern im Holocaust von der anderen Seite, aus der Sicht des achtjährigen Sohnes eines Lagerkommandanten.

Die Erklärungsversuche mit Bauernhof und Pyjamas anstelle von Konzentrationslager und der dortigen Häftlingskleidung zeigen die kindliche Naivität, mit der Bruno den Eindrücken vom Lager begegnet. Seine Gespräche mit Schmuel sind von Ratlosigkeit und Verwirrung geprägt, weil er nicht versteht, warum die Menschen auf der anderen Seite so anders sein sollen. Die Propaganda des Privatlehrers passt nicht zu Brunos Freundschaft mit dem jüdischen Jungen und zu dem Eindruck, den Bruno von Pavel gewinnt. Seine Schwester lässt sich hingegen beeinflussen. Gretel wird von Beginn an als Mädchen dargestellt, dass zu allem Ja und Amen sagt und nicht widerspricht. Als Bruno ihre ausrangierten Puppen sieht, wird das besonders deutlich.

Für Zuschauer, die mehr über den Holocaust wissen als der kleine Junge, wirken die Puppen, die nackt auf einem Haufen liegen, außerdem wie ein symbolischer Hinweis auf die Leichenberge im KZ. Der Name des Lagers im Film wird nie genannt, aber wegen der vorhandenen Gaskammern und Krematorien muss es sich um ein Vernichtungslager wie das KZ Auschwitz-Birkenau handeln, in dem laut Augenzeugen wohl tatsächlich vereinzelt Kinder lebten, die nicht sofort vergast wurden. Der schwarze Rauch und der Gestank sind weitere Anzeichen für den Massenmord, von dem Bruno nichts erfährt. Vieles wird nur angedeutet, auch weil die Nazis die Wahrheit verbergen wollen, was Kotler zum Verhägnis wird.

Am Ende spitzt sich die Handlung dann dramatisch zu. Selbst wenn man den Film schon mal gesehen hat und weiß, was zum Schluss passiert, ist dieses Ende sehr bewegend. Da wird nochmal besonders deutlich, welche Grausamkeit und Gefahr mit den Vernichtungslagern verbunden ist.



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