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Freitag, 23. Juni 2017 – 22:47 Uhr
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 Der letzte Tempelritter



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 Handlung

Im 13. Jahrhundert werden drei Frauen in Villach wegen Hexerei verurteilt und bei der Wasserprobe an einer Brücke erhängt. Ein Priester zieht in der Nacht die Leichen aus dem Fluss, um ein Ritual zu verführen, das die Gefahr endgültig bannen soll. Doch eine der Frauen tötet den Priester.

Mitte des 14. Jahrhunderts kämpfen die Deutschritter Behmen und Felson bei den Kreuzzügen. Da bei der Eroberung der Stadt Smyrna viele Frauen und Kinder getötet werden, zweifelt Behmen an der Rechtmäßigkeit der Angriffe und desertiert gemeinsam mit Felson. Die beiden Ritter kommen zurück nach Europa, wo der Schwarze Tod mittlerweile zahlreiche Menschen getötet hat. In einer Stadt werden sie anhand des Schwertes als Deserteure identifiziert und verhaftet. Kardinal D'Ambroise, der auch an der Pest erkrankt ist, bietet ihnen jedoch die Freiheit an, wenn sie eine angebliche Hexe, die für die Epidemie verantwortlich sein soll, in ein weit entferntes Kloster bringen.

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 Kritik

Der Film wurde vielfach negativ beurteilt. Einigen Kritikpunkten kann ich klar zustimmen. Gleich in den ersten Minuten wird deutlich, dass der Film schlecht produziert wurde. Die Schlachtanimationen bei den Kreuzzügen wirken billig und später sind einige Greenscreen-Aufnahmen deutlich zu erkennen. Die historische Realität sieht anders aus und auch mit der europäischen Geografie gibt es Probleme, wenn beispielsweise die Steiermark plötzlich an der Küste liegt.

Trotz dieser Mängel bietet der Film aber eine unterhaltsame Geschichte. Ein mittelalterliches Abenteuer verschmilzt mit Mystery. Von der Hexe über die Pest, böse Wölfe und einen nebligen Wald bis hin zum Dämon sind viele Elemente unheimlicher Erzählungen enthalten.

Bemerkenswert sind die Parallelen zwischen „Der letzte Tempelritter“ und anderen Rollen der beiden Hauptdarsteller. Nicolas Cage hatte zuvor in „Das Vermächtnis der Tempelritter“ und „Das Vermächtnis des geheimen Buches“ einen Abenteurer gespielt. Wer den Klassiker „Der Name der Rose“ gesehen hat, wird nun das markante Gesicht des Ritters Felson, dargestellt von Ron Perlman, wiedererkennen. In der Literaturverfilmung verkörperte Perlman damals den primitiven Mönch Salvatore, der ebenfalls einem der Hexerei angeklagten Mädchen begegnete. In „Der letzte Tempelritter“ spielt Claire Foy die vermeintliche Hexe und liefert von allen Beteiligten die eindrucksvollste Darstellung.



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