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 Die Päpstin



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 Handlung

Anno Domini 886 kommt der Pariser Bischof Arnaldo nach Rom, um sich die Abschrift einer Papstchronik anzusehen. Er ist damit nicht zufrieden und erzählt nun die Geschichte der Päpstin Johanna.

Johanna wird 814, im Todesjahr Karls des Großen, in Ingelheim am Rhein als Tochter eines Dorfpriesters geboren. Schon fünf Jahre später ist klar, dass sie ein sehr schlaues und wissbegieriges Mädchen ist. Doch ihr strenger und konservativer Vater verweigert ihr die Bildung, die er seinen Söhnen zukommt lässt. Ihr älterer Bruder Matthias ist bereit, sie heimlich in Latein zu unterrichten, und erzählt ihr auch etwas über Katharina von Alexandrien. Johannas Vater misshandelt ihre Mutter, die an Wotan glaubt, und wenig später stirbt der kranke Matthias, der seiner Schwester kurz vor dem Tod noch ein Amulett mit Katharinas Bild gibt.

824 kommt der Gelehrte Aesculapius ins Dorf, der Johannas zweiten Bruder Johannes unterrichten und zur Domschule nach Dorstadt bringen soll. Doch vor den Augen des Lehrers erweist sich Johannes als unfähig. Stattdessen nimmt sich Johanna die Bibel und überrascht ihre Eltern und Aesculapius, weil sie nicht nur Latein lesen und übersetzen kann, sondern auch eine einwandfreie Deutung des Senfkorn-Gleichnisses vorträgt. Aesculapius ist beeindruckt von den Fähigkeiten des Mädchens, doch der Priester zwingt ihn, wenn überhaupt beide Kinder zu unterrichten.

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 Kritik

Die Päpstin Johanna gilt heutzutage als Legende, aber ihr Leben ist so präsent, dass es logisch erscheint, die Geschichte in einem Roman zu verarbeiten, mit dessen Verfilmung wir es hier zu tun haben. Eingeleitet wird die Geschichte im Film von einem Bischof, der – wie am Ende verraten wird – selbst ein Geheimnis trägt. Er fungiert als Erzähler, der uns durch Johannas Leben begleitet, das wir von der Geburt bis zum Tod erleben.

Johanna hat es nicht leicht. Schon bei der Geburt gilt sie als unwürdig, weil sie eben ein Mädchen ist. Allein wegen ihres Geschlechts wird sie anfangs auch von der Bildung ausgeschlossen, was ihre Aufstiegschancen zusätzlich verringert. Doch sie erweist sich als so intelligent und durchsetzungsfähig, dass sie sich davon nicht aufhalten lässt. Ihr mutiger Bruder Matthias und der erste Lehrer Aesculapius fördern sie, obwohl sie ein Mädchen ist. Nachdem sie durch die Bildung einen Zugang zur Welt erlangt hat, erweist sie sich außerdem als sehr gütig und hilfsbereit. Der Kampf um mehr Gerechtigkeit für arme und benachteiligte Menschen, die von der Mehrheit ausgegrenzt werden, wird angesichts ihres eigenen Schicksals zu ihrer Lebensaufgabe und prägt ihren Weg.

An mehreren Stellen wird dies deutlich, angefangen von der Ungerechtigkeit der Wasserprobe über die vermeintlich aussätzige Frau in Fulda bis zum Engagement für die Armen in Rom. Das Katharina-Amulett ist ein weiteres Leitmotiv des Films. Es gibt auch einige Verknüpfungen zwischen Johannas früherem und späterem Leben. Dazu gehören unter anderem der besondere Mechanismus zum Türenschließen und die Begegnungen mit Arn und seiner Familie.

Die mittelalterliche Welt wird eindrucksvoll dargestellt, im Dorf ebenso wie in Rom. Der Film leistet sich zwar ein paar historische Ungenauigkeiten, zum Beispiel bei der Datierung von Ereignissen und Erfindungen, aber da es ein Spielfilm und keine Dokumentation ist, lassen sich diese Freiheiten leicht verkraften. Das gilt genauso für die Vermischung aus Legenden und historisch belegten Fakten.

Insgesamt betrachtet handelt es sich um eine sehr interessante Lebensgeschichte, die viel über Menschlichkeit, Nächstenliebe, Gerechtigkeit und Bildung aussagt. Ob Johanna tatsächlich existierte, ist ebenso egal wie die Frage, ob ein Mann oder eine Frau auf dem Heiligen Stuhl saß. Johanna ist vor allem ein Mensch.



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