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 Jakob der Lügner



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 Handlung

Der Jude Jakob Heym lebt 1944 in einem polnischen Ghetto und versucht, seinen Humor zu behalten. Als er eines Abends eine verwehte Zeitung einfangen will, kommt er an den Zaun und wird vom Wachposten zur deutschen Kommandantur geschickt. Dort hört er zufällig im Radio, dass die Rote Armee Bezanika erreicht hat, nur noch einige hundert Kilometer vom Ghetto entfernt. Auf dem Rückweg zu seinem Haus begegnet ihm die zehnjährige Lina Kronstein, die aus einem Zug zum Lager entkommen ist. Jakob versteckt sie in seinem Haus. Am nächsten Tag erzählt er dem Boxer Mischa von den Neuigkeiten aus dem Radio. Dieser hält gerade um die Hand von Rosa Frankfurter an und verbreitet dabei das Gerücht, Jakob habe ein Radio. Es erreicht auch dessen Freund, den kurz vor dem Selbstmord stehenden Friseur Kowalski, und anschließend alle Juden im Ghetto. Nun muss sich Jakob etwas ausdenken.

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 Kritik

Wie beginnt ein Film über Juden in einem Ghetto zur NS-Zeit? Richtig, mit einem Witz über Hitler. Der Witz dient als Zeichen der Hoffnung und Versuch, das Leben unter schwierigen Bedingungen auszuhalten. Der Protagonist Jakob bringt den anderen Juden im Ghetto die Hoffnung und Zuversicht ausgerechnet mit etwas, was er gar nicht hat: einem Radio. Das erfundene Radio zeigt nicht nur, wie sich ein Gerücht verbreitet und welche Auswirkungen es hat. Man kann auch gut erkennen, wie sich die Juden in ihrer Angst vor den Nazis an den kleinsten positiven Nachrichten festklammern, selbst wenn diese wie bei Jakob nur erfunden sind (die Stadt Bezanika gibt es nebenbei bemerkt auch nicht). Aus Berichten wie Anne Franks Tagebuch wissen wir, welche Bedeutung die Radionachrichten damals für versteckte Juden hatten. In diesem Film ist es ähnlich.

Die weibliche Hauptdarstellerin Hannah Taylor Gordon, die hier als Lina Kronstein zu sehen ist, spielte zwei Jahren später (2001) übrigens selbst die jüdische Tagebuchautorin im Film Anne Frank – Die wahre Geschichte. Bei Jakob sorgt sie für die fröhlichsten und lebhaftesten Szenen des Films, wenn sie von einer Zukunft als Kellnerin träumt oder mit Jakob zur Rosamunde-Polka tanzt.

Gewisse Ähnlichkeiten hat Jakob der Lügner auch mit dem Holocaust-Film Das Leben ist schön. In beiden Fällen muss der Protagonist ein Kind vor den grausamen Taten der Nazis schützen und beide Geschichten basieren auf einer Lüge.

Die zwei Versionen, die Jakob am Ende anbietet, zeigen erneut, wie schwierig es ist, Wahrheit und Lüge auseinander zu halten. Die Hoffnung auf die Befreiung soll die Wahrheit vom drohenden Tod verdrängen.



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