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Dienstag, 24. Oktober 2017 – 9:31 Uhr
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Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen zum Film Nackt unter Wölfen.

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 Nackt unter Wölfen



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 Handlung

Im April 1943 wird der politisch im Widerstand aktive Hans Pippig zusammen mit seinem Vater ins KZ Buchenwald eingeliefert. Der Vater fällt schnell der willkürlichen Gewalt der Nazis zum Opfer, als er einem der Aufseher in die Augen blickt. Der Sohn erhält Hilfe vom Kapo André Höfel, der ihm ermöglicht, in der Effektenkammer zu arbeiten. Rund zwei Jahre später sind die Alliierten auf dem Vormarsch. Das KZ Auschwitz wurde bereits befreit und zuvor kamen tausende Häftlinge von dort nach Buchenwald. Ende März rückt auch die Befreiung von Buchenwald näher, die US-amerikanischen Truppen werden in zwei Wochen dort sein.

Während die Nazis darüber diskutieren, wie sie mit der Situation umgehen sollen, übergibt der neu aus Auschwitz eingetroffene polnische Häftling Zacharias Jankowski Pippig einen Koffer. Dieser findet darin einen dreijährigen Jungen. Er zeigt ihn Höfel und Marian Kropinski, der auf Polnisch mit dem Kind sprechen kann. Die Gruppe will dem Jungen helfen, befürchtet aber, dass sie „durch den Kamin geht“, wenn die SS den versteckten kleinen Juden entdeckt. Dadurch ist auch ein geplanter Aufstand gefährdet.

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 Kritik

Diesem Film mangelt es nicht an Gewalt und Brutalität. Die Gnadenlosigkeit im KZ Buchenwald wird intensiv dargestellt, inklusive Folterszenen und Erschießungen. Hinzu kommen die eingefügten historischen Originalbilder, mit denen zwischendurch immer wieder der Vormarsch der Alliierten vermittelt wird; dabei sind auch mehrmals Leichen aus den Konzentrationslagern zu sehen. Die Bilder sind schwer zu ertragen und gerade weil der Film nichts beschönigt, ist er besonders eindrucksvoll.

Ganz im Gegensatz dazu steht der unschuldige kleine Junge, der mitten in diese brutale Welt gerät. Seine Anwesenheit bewegt die Häftlinge um Hans Pippig, die das Kind verstecken, obwohl sie damit nicht nur ihr Leben, sondern auch den Widerstand akut gefährden. Den als Buchenwald-Kind bekannten Stefan Jerzy Zweig gab es tatsächlich. Der Schriftsteller Bruno Apitz war selbst Häftling in diesem KZ und schrieb den Roman Nackt unter Wölfen, der in den 1960er Jahren unter dem gleichen Titel auch schon mal in der DDR verfilmt wurde.

Neben dem kleinen Jungen steht Pippig im Mittelpunkt des Films. Rückblenden zeigen ihn vor der KZ-Haft noch in einer idyllischen Welt. Er erwartete mit seiner Frau gerade Nachwuchs und dies sorgte bei ihm wohl für zusätzliche Motivation bei der Rettung des Buchenwald-Kindes. Seine Menschlichkeit steht im Kontrast zur Brutalität der Nazis.

Sowohl auf Seiten der Häftlinge als auch bei den Nazis erleben wir ein breites Spektrum an Charakteren. Bei den Häftlingen, insbesondere bei der Widerstandsgruppe, zeigen sich die Konflikte vor allem beim Streit um den Plan, den Jungen auf einen Transport zu schicken, sowie beim Verräter. Bei den SS-Männern wird das Chaos immer größer, je näher die Befreier rücken. Den bis zum Schluss mit Gewalt kämpfenden Nazis stehen diejenigen gegenüber, die lieber die Flucht ergreifen.

Durch die Vielfalt der beteiligten Personen wird der Film leider auch ziemlich unübersichtlich. Da die Namen selten bis gar nicht genannt werden, ist es sehr schwierig, diese zuzuordnen und die einzelnen Beteiligten auseinanderzuhalten, erst recht wenn man weder den Roman noch die alte DDR-Produktion kennt. Dann muss man schon mehrmals genau hinsehen, um den Durchblick zu bekommen. Trotz dieses Problems ist der Film sehr sehenswert und – wie bei Filmen zum Thema Nationalsozialismus und Holocaust üblich – historisch-moralisch lehrreich.

Apropos lehrreich: Neben den verlinkten Wikipedia-Artikeln bietet auch die ARD umfangreiche Informationen inklusive einer multimedialen Doku mit Hintergründen zur historischen Realität und der Produktion des Films.



 Letzte Änderung dieser Seite am 26.7.2016 um 3:34 Uhr
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