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Meine Bibliothek umfasst derzeit 370 Bücher. In kompakter Format gibt es die vollständige Übersicht im PDF-Format.

 Burn Case – Geruch des Teufels

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Inhalt


Die Haushälterin entdeckt die Leiche des Kunstkritikers Jeremy Grove in dessen Haus auf Long Island. Die Todesumstände deuten auf eine spontane menschliche Selbstentzündung hin. Bei der Untersuchung des Falls wird Seargent d'Agosta, der nach der Trennung von seiner Frau Lydia und einem erfolglosen Versuch als Schriftsteller mittlerweile für die Polizei von Southampton arbeitet, von seinem alten Freund Pendergast, dem Special Agent des FBI, unterstützt. Kurz vor seinem Tod rief Grove den befreundeten Priester Cappi um Hilfe. Da alles auf einen teuflischen Einfluss hindeutet, sucht Pendergasts Mündel Constance Green, das einst selbst Opfer satanistischer Experimente wurde, in der Bibliothek nach entsprechenden Informationen.
Pendergast und d'Agosta lernen derweil bei der Gedenkfeier die Gäste von Groves letztem Abendmahl kennen: Lady Milbanke, Jonathan Frederick und Graf Fosco. Letzterer deutet an, dass Grove einen Tag zu früh gestorben sei. Der Verstorbene beschäftigte sich mit satanistischer Literatur und revidierte vor seinem Tod viele Ansichten. Er rief Locke Bullard und Nigel Cutforth an und suchte nach Ranier Beckmann. Cutforth und Bullard verweigern eine Aussage. Letzerer lässt d'Agosta jedoch von zwei Killern verfolgen. Pendergast erfährt von Fosco, dass dieser ein Bastler ist und dass Grove einiges wiedergutmachen wollte. Nachdem Constance eine Verbindung zu Faust hergestellt hat, gibt es ein weiteres Opfer und in New York entsteht eine Weltuntergangsstimmung.
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Cutforth stirbt auf die gleiche Weise wie Grove. Am Tatort kommt es zum Wiedersehen mit Captain Laura Hayward. Nach diesem zweiten Todesfall befürchten religiöse Fanatiker das Ende der Welt. Der Sensationsjournalist Bryce Harriman, der als Rivale von Bill Smithback bekannt wurde, interviewt den Mystiker Dr. von Menck. Nach dessen Theorie muss New York wegen seiner Sünden verbrennen und der Goldene Schnitt weist auf das aktuelle Jahr 2004 hin.
Inzwischen hat Pendergast zusammen mit d'Agosta, der sich in Hayward verliebt, den Industriellen Bullard von dessen Jacht Stormcloud zum Verhör geschleppt, was Bullard veranlasst, den Killer Vasquez auf Pendergast anzusetzen. Fosco weist auf eine Verbindung zwischen Grove, Cutforth, Bullard und Beckmann hin und Pendergast erfährt von einem CIA-Mitarbeiter, dass Bullards Leute in Italien im chinesischen Auftrag an spezialbeschichteten Raketen arbeiten, die den Abwehrschild der USA überwinden können. Nachdem sie das Telefon abgehört haben, fahren Pendergast und d'Agosta zu einem Treffen zwischen Bullards Handlangern und den Chinesen, das im Feuergefecht endet.
Der selbsternannte Reverend Wayne Buck predigt nach der Lektüre von Harrimans Artikel im Central Park vor Hunderten von Fanatikern. Nachdem die Leiche des bereits verstorbenen Beckmann exhumiert wurde und Vasquez' Attentat gescheitert ist, findet Pendergast in Beckmanns Nachlass ein Gruppenfoto, das den Toten zusammen mit Bullard, Grove und Cutforth 1974 in Florenz zeigt. Bevor Pendergast zusammen mit d'Agosta nach Florenz fliegt, erzählt er von seinem wahnsinnigen Bruder Diogenes.
Bei einem Einbruch auf Bullards Firmengelände in Florenz werden die beiden Ermittler erwischt, können aber fliehen. Kurz danach finden sie die Leiche des Industriellen, der ebenfalls unter teuflischem Einfluss starb, und ein Pferdehaar. Der Geigen-Experte Luigi Spezi erzählt ihnen etwas über die berühmte Stormcloud von Stradivari. In einem Kloster vor der Stadt wird Pater Zenobi ermordet, bei dem Beckmann 1974 beichtete. Nachdem Pendergast und d'Agosta die Leiche von Carlo Vanni untersucht haben, die nach Recherchen des Colonnello Esposito dem Mörder als Versuchsobjekt gedient haben könnte, fahren sie auf die Insel Capraia. Dort lebt Lady Viola Maskelene, deren Urgroßvater zuletzt die Stormcloud spielte. Sie hat eine Einladung für Pendergast von Graf Fosco, dessen Familie die Geige besitzt.
In seiner Burg erzählt der Graf, wie er für seine drei Freunde 1974 einen Teufelspakt inszenierte. Bullard wollte die Oberflächenstruktur der Stormcloud für seine Raketen nutzen. Fosco ermordete zuerst Grove und Cutforth, um Bullard einzuschüchtern und trieb dann Bullard in den Tod. Während Hayward den Reverend Buck, der sich für Jesus hält, mit angeblichen römischen Soldaten aus dem Central Park holt, demonstriert Fosco seine mit Mikrowellen arbeitende Waffe. Pendergast erpresst ihn mit dem Wissen, dass Fosco gegen die Regeln des Geheimbundes Comitatus Decimus verstieß, doch Fosco stiehlt den verräterischen Brief.
Pendergast und d'Agosta können zunächst fliehen, werden draußen allerdings von Hunden gestoppt, denen sich Pendergast stellt. Als d'Agosta mit Esposito zur Burg zurückkehrt, ist Pendergast im Keller eingemauert und alle Spuren sind verschwunden. Fosco fühlt sich bereits sicher, aber d'Agosta sorgt schließlich dafür, dass er ebenso stirbt wie seine Opfer. Ob Pendergast überlebt, bleibt unklar.

Kritik


Ein weiterer Fall für das bewährte Duo Pendergast und d'Agosta. Nach dem drogensüchtigen Museumsmonster (Relic – Museum der Angst) und den Tunnelmenschen (Attic – Gefahr aus der Tiefe) präsentieren uns die Autoren Preston und Child nun ein weiteres faszinierendes Phänomen, die spontane menschliche Selbstentzündung. Inwiefern die realen Fälle wie Mary Reeser auf das Feuer von innen zurückzuführen sind, ist umstritten, aber für einen Roman ist dieses Thema absolut geeignet. Die Weltuntergangsstimmung der Fanatiker im Central Park ist zwar für die Handlung relativ bedeutungslos, passt aber gut in eine Zeit, in der religiöse Überzeugungen nach wie vor Todesopfer fordern. Dass die USA durch mächtige Asiaten bedroht wird, liefert ebenfalls aktuelle Bezüge. Die Verbindung zwischen hochmoderner Technik und einem alten Kunstwerk ist eine ebenso ungewöhnliche wie beeindruckende Idee.
Leser, die mit den ersten beiden Fällen des Ermittlerduos vertraut sind, begegnen einigen bekannten Gesichtern. Laura Hayward unterstützte Pendergast und Hayward bereits im Fall der Tunnelmenschen und Bryce Harriman trat in den ersten beiden Geschichten als Rivale von Bill Smithback auf. Für die Figur des Graf Fosco bedienten sich die Autoren hingegen, wie sie selbst zugeben, in einem anderen Roman: „Die Frau in Weiß“ von Wilkie Collins (auf Seite 129 spricht Fosco selbst von diesem Werk). Sie betrachten es als Tribut an einen Klassiker. Bald könnten sie selbst ein solcher Klassiker sein.


 Letzte Änderung dieser Seite am 27.4.2016 um 22:34 Uhr
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Inferno: Handlung und Kritik hinzugefügt

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