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MSchnitzler2000 - Kegeln
Neun Kegel und ein paar Freunde - mehr braucht man nicht für einen geselligen Kegelabend. Eine tolle Beschäftigung, bei der alle mitmachen können. Mit der verlockenden Aussicht auf alle Neune! Ich bin Mitglied in einem Kegelclub, der sich alle zwei Wochen am Donnerstagabend in der „Arnoldusstube“ in Elsdorf zu Spiel und Spaß trifft. Nachfolgend präsentiere ich unsere Kegelspiele mit Regeln. Diese dienen nicht dem sportlichen Wettbewerb, sondern sind nur zum Vergnügen gedacht.
Für alle, die sich noch nicht so gut auskennen, habe ich auch einige Grundbegriffe zusammengestellt. Noch mehr Spiele und Infos gibt's auf der Seite Alle 9.
Zahlen putzenDieses einfache Spiel eignet sich besonders gut für den Beginn des Kegelabends, sozusagen zum Aufwärmen.An der Tafel werden die Zahlen von 1 bis 9 gemäß der folgenden Abbildung rautenförmig notiert. Dazu kommt noch die 12 für einen Kranz (bzw. 15 für einen „Naturkranz“). Die mittlere 5 wird wegen ihres Sonderstatus eingekreist.
Seite gegen SeiteBei diesem Spiel treten zwei Gruppen gegeneinander an, die durch den langen Tisch getrennt sind.An der Tafel werden zwei Spalten jeweils mit den Zahlen von 1 bis 9 und 12 (Kranz) notiert. Die letzten vier (7-12) werden durch einen Strich vom Rest abgetrennt. Es wird reihum einzeln auf die Vollen geworfen. Dabei treten die Spieler der beiden Seiten im Wechsel an. Ziel des Spiels ist es, die Zahlen der eigenen Gruppe möglichst schnell zu holen. Die erzielte Punktzahl wird von der Tafel geputzt. Sobald ein Team die Zahlen 1 bis 6 (also oberhalb des Strichs) geholt hat, kann diese (und nur diese) Mannschaft auf zwei Wurf umstellen. KuchenAn der Tafel wird ein Kreis („Kuchen“) notiert, der so aufgeteilt wird, dass jeder Mitspieler ein Stück davon bekommt. Die Zuordnung geschieht zufällig.Es wird reihum einzeln auf die Vollen geworfen. Nach jedem Wurf wird vom „Kuchenstück“ des Spielers im Uhrzeigersinn entsprechend der Punktzahl weitergezählt. Derjenige, dessen Teil erreicht wird, bekommt einen Strich und wirft als nächster. Wenn ein Spieler seinen fünften Strich erhält, scheidet er aus. Sein Teil wird zu „Wasser“ (aneinandergrenzende Felder werden verbunden). Wer mit seinem Wurf auf ein solches Feld kommt, kassiert selbst einen Strich und muss noch einmal werfen. Der letzte verbleibende Spieler gewinnt das Spiel. 10 20 30Bei diesem Spiel geht es um geschicktes Setzen.An der Tafel werden sechs Spalten notiert, die mit den Zahlen 10, 20, 30, 40, 50 und 60 beschriftet werden. Es wird reihum einzeln auf die Vollen geworfen. Nach jedem Wurf entscheidet der Spieler, in welcher Spalte die erzielte Punktzahl notiert werden soll. Wer am Ende die kleinste Zahl in einer Spalte hat, muss den entsprechenden Betrag (0,10 € usw. bezahlen). Spieler mit 0 Punkten zahlen automatisch mit. Das Spiel kann verschärft werden, indem man vor dem Wurf die Spalte festlegen (ansagen) muss. Tag und NachtBei diesem Spiel ist blindes Verständnis gefragt.An der Tafel werden sechs Spalten notiert, die abwechselnd mit T(ag) und N(acht) beschriftet werden. Es spielen immer zwei Spieler zusammen. Diese haben zusammen vier Wurf (je zwei). Bei einer ungeraden Anzahl von Mitspielern tritt einer alleine („mit dem Blinden“) an. Es wird auf Abräumen mit Kranz gespielt. Die mit vier Wurf erzielte Punktzahl wird zu der bisher erreichten addiert. In einer Nacht-Runde (Kegelbahn im Dunkeln) zählen die Punkte doppelt. Das Paar bzw. der Einzelspieler mit der höchsten Gesamtpunktzahl gewinnt. Sarg bauenBei diesem Spiel geht es ums nackte Überleben.An der Tafel werden die Namen so notiert, dass man um sie herum jeweils einen Sarg mit neun Strichen nach folgender Abbildung zeichnen kann. Der Deckel besteht aus einem Strich, das Kreuz aus zwei. __†__ Wer das dritte Kreuz +++ bekommt, erhält einen zusätzlichen Strich für seinen Sarg. Im Gegensatz dazu wird bei drei Kreisen ooo ein Strich gelöscht. Sobald ein Sarg komplett ist, scheidet der entsprechende Spieler aus. Wer als letzter überlebt, gewinnt das Spiel. BingoAn der Tafel wird ein Quadrat mit 3 mal 3 Feldern notiert. In die neun Felder werden die Zahlen von 1 bis 9 eingetragen. Die Zuordnung geschieht zufällig.Es wird viermal auf die Vollen geworfen. Ziel des Spiels ist es, eine Dreierreihe („Bingo“) zu erzielen. Die Punktzahlen der einzelnen Würfe werden auf dem Spielfeld markiert. Wenn nach dem vierten Wurf kein Bingo erreicht wurde, wird die Summe der Punktzahlen (dabei zählen gleiche Zahlen je nach Vereinbarung nur einmal oder mehrfach) von einem vorher festgelegten Betrag (z.B. 3 €) abgezogen (0,10 € pro Punkt). Zu beachten ist, dass ein Bingo nach dem dritten Wurf („in drei“) besser ist als einer mit vier Würfen. Der Spieler mit dem besten Bingo bzw. mit dem geringsten Restbetrag hat gewonnen. Bei einer Variante wird ein höherer Ausgangsbetrag (z.B. 4 €) gewählt. Dabei wird das Bingo-Feld „dreidimensional“ um zwei Reihen nach oben und eine nach rechts erweitert, in die noch einmal die Zahlen von 1 bis 9 eingetragen werden. Wird nun eine Zahl zum zweiten Mal erzielt, so wird sie in diesen Extra-Feldern markiert und zusätzlich abgezogen. Allerdings können die Bonus-Felder nicht für eine Bingo-Reihe benutzt werden. HuhnBei diesem Spiel geht es um Geschicklichkeit.An der Tafel werden vier Spalten notiert, die mit Re(chts), L(inks), Rü(ckwärts) und Ei beschriftet werden. Es wird einzeln reihum auf die Vollen geworfen. Die erzielten Punktzahlen werden addiert. Dabei ändert sich von Runde zu Runde die Wurfart. Im ersten Durchgang wird normal mit rechts (Linkshänder mit links) geworfen, im zweiten mit links (Linkshänder mit rechts) und im dritten rückwärts durch die gespreizten Beine. Beim vierten Wurf (Ei, auch Huhn genannt) wirft man mit Blick nach vorne von hinten durch die Beine. Der Spieler mit der höchsten Gesamtpunktzahl gewinnt. HürdenlaufAn der Tafel werden sieben Spalten notiert, die mit den Zahlen 3, 7, 12, 18, 25, 33 und 42 beschriftet werden. Der Abstand erhöht sich also immer um eins (+3, +4, +5 usw.).Es wird reihum einzeln auf die Vollen geworfen. Dabei werden die erzielten Punktzahlen addiert. In jedem Durchgang muss die Gesamtpunktzahl mindestens den in der Spalte genannten Wert erreichen. Wer eine Hürde nicht überspringt, scheidet aus. Der Spieler, der am weitesten kommt. Wenn mehrere Spieler die letzte Grenze schaffen, entscheidet die höhere Punktzahl. Mensch ärger dich nichtDieses Spiel ist an das bekannte Brettspiel angelehnt.Es wird reihum einzeln auf die Vollen geworfen. Ziel des Spiels ist es, als erster eine vorher festgelegte Punktzahl (z.B. 40) zu erreichen. Dazu werden die erreichten Punktzahlen addiert. Wer eine 6 erzielt, darf noch einmal werfen. Das Spiel kann verschärft werden, indem man den Zielwert genau erreichen muss. Wenn ein Spieler über das Ziel hinausschießt, wird die Punktzahl des letzten Wurfes nicht addiert, sondern subtrahiert (Bsp.: Bei einer Grenze von 40 werden mit einem 5er-Wurf aus 38 Punkten 33 statt 43). JägerBei diesem Spiel geht es auf die Jagd.Es wird reihum auf die Vollen geworfen. Dabei wirft zunächst ein Spieler mit links (Linkshänder mit rechts) und der kleinsten Kugel vor. Die anderen müssen nun versuchen, die erreichte Punktzahl zu überbieten. Gelingt dies, bekommt der Vorwerfer die der Differenz entsprechende Anzahl von Strichen. Umgekehrt bekommt der „Jäger“ entsprechend Striche, wenn er weniger Punkte holt. Bei Gleichstand bekommt keiner einen Strich. Danach wirft der nächste Spieler vor. Am Ende wird für einen Fünferpack Striche je 0,05 € fällig. HausnummerAn der Tafel werden drei Spalten für die Ziffern der Hausnummer notiert.Es wird reihum einzeln auf die Vollen geworfen. Ziel des Spiels ist es, mit insgesamt drei Würfen eine möglichst große oder kleine Hausnummer (je nach Variante) zu erzielen. Nach jedem Wurf entscheidet der Spieler, an welcher Stelle die erzielte Punktzahl notiert werden soll. Bei kleiner Hausnummer zählt ein Pudel allerdings 9 Punkte. Wer am Ende die beste Nummer hat, gewinnt das Spiel. Dieses kann verschärft werden, indem man vor dem Wurf die Spalte festlegen (ansagen) muss. 17 18Es geht darum, durch Abräumen bestimmter Kegel die genannten Punktzahlen zu erreichen.An der Tafel werden sechs Spalten notiert, die abwechselnd mit 17 und 18 beschriftet werden. Es wird reihum einzeln auf Bilder abräumen gespielt. Im ersten Durchgang werden die Vorderdamen, die Bauern und der König aufgestellt. Dabei zählen die Vorderdamen zwei, die Bauern sechs und der König einen Punkt, also zusammen 17 Punkte. Die mit zwei Würfen erzielte Punktzahl wird notiert. Im zweiten Durchgang werden die vier Damen (je zwei Punkte) und der König (zehn Punkte) aufgestellt, die zusammen 18 Punkte zählen. Letzterer muss allerdings durch die Berührung eines anderen Kegels fallen. Wenn der König von der Kugel umgestoßen wird, wird der gesamte Durchgang mit null Punkten bewertet. Die Punktzahl nach zwei Würfen wird wieder notiert. Der dritte Durchgang läuft fast genauso wie der erste, mit dem Unterschied, dass statt der linken Vorderdame die linke Hinterdame aufgestellt wird. Der vierte Durchgang entspricht genau dem zweiten. Der Spieler, der nach vier Durchgängen die höchste Gesamtpunktzahl erreicht hat, gewinnt das Spiel. 36Es geht darum, durch Abräumen bestimmter Kegel die genannte Punktzahl zu erreichen.An der Tafel werden drei Spalten notiert, die jeweils mit 36 beschriftet werden. Es wird reihum einzeln auf Bilder abräumen gespielt. Jeder Spieler hat drei Wurf. In allen drei Durchgängen werden die gleichen Kegeln aufgestellt. Die Bauern zählen jeweils sechs, die Hinterdamen zwei, die Tanten zehn Punkte, zusammen also 36. Zusätzlich steht noch der König - und dieser darf auch nicht umfallen; sonst wird der komplette Durchgang mit null Punkten bewertet. Die vordere Tante hingegen muss umfallen, damit man punkten kann. Wenn ein Spieler schon mit dem zweiten Wurf abräumt (erst „Hinterkranz“, dann vordere Tante), hat er schon 36 Punkte sicher; das Ergebnis des dritten Wurfs wird dazuaddiert. Nach dem dritten Wurf wird die erreichte Punktzahl notiert. Wer nach drei Durchgängen die höchste Gesamtpunktzahl erreicht hat, gewinnt das Spiel. GrundbegriffeZunächst einmal gibt es bestimmte Namen für die einzelnen Kegel.
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