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Kölsch
MSchnitzler2000 - Kölsch
Hier sehen Sie eine Liste wichtiger Begriffe aus der schönsten Sprache der Welt - Kölsch.
Es werden nur „echte“ kölsche Wörter aufgenommen, also solche, die sich deutlich von der standarddeutschen Variante unterscheiden oder im Standarddeutschen gar nicht vorkommen. Die anderen Wörter kann man durch die Ähnlichkeit ableiten.
Vorweg gebe ich Ihnen noch einige allgemeine Regeln der kölschen Sprache.
Beachten Sie außerdem meinen Artikel „Ne halve Hahn für et Meiers Kätche“ im Köln-Magazin von Hayit-Medien.
  • G wird (v.a. am Wort- oder Silbenanfang) zu J.
  • B wird (v.a. am Wort- oder Silbenende) zu F/V
  • „Harte“ Laute (Plosive, Frikative) werden oft durch Dehnung des vorangehenden Vokals oder entsprechende „weiche“ Laute ersetzt.
Da es keine verbindliche kölsche Orthographie gibt, folgt die Schreibung in dieser Liste dem Prinzip „wie man's spricht“. Außerdem geben wir Ihnen einige Hinweise zur Herkunft oder Verwendung der Begriffe.
Wie Sie in der Liste sehen, sind viele kölsche Ausdrücke von französischen Wörtern abgeleitet. Diese Verwandtschaft ist auf die Besetzung des Rheinlands durch Napoleon zurückzuführen.

Die Akademie för uns kölsche Sproch bietet Informationen zum Dialekt und einige kölsche Texte Ein Lexikon sowie Schimpf- und Sprichwörter finden Sie bei Köln-Altstadt. Reinhard Kaaden hat ein Wörterbuch erstellt.
Umfassende Informationen bietet der Wikipedia-Artikel. Es gibt sogar eine kölsche Wikipedia.

Wenn Sie einen Text direkt vom Hochdeutschen ins Kölsche übertragen wollen, versuchen sie es mal mit dem Kölsch-Übersetzer.
  • ahl - alt
    (der/die Ahl - Mann/Frau; ming Ahl - mein(e) Vater/Mutter)
  • Ähze - Erbsen
  • ald - schon
  • Ärpel - Kartoffeln („Erdäpfel“)
  • Bajasch - Gepäck (frz. bagage)
  • bestuss - verrückt, blöd
  • bläck - nackt
  • bläck Fööss - nackte Füße, barfuß (auch Name einer kölschen Band)
  • Blömcheskaffee - dünner Kaffee
  • Blos dich jet - vergiss es; wenn du nicht willst …
  • bovven - oben
  • Bräng - Bedrängnis, Not
  • Brass - Stress, Sorge
  • brassele - arbeiten, hantieren
  • Büggel - Beutel, Tasche
  • Buhei - Aufstand, Unruhe
  • Butz - Hose
  • bütze - küssen
  • däue - drücken
  • döckes - oft
  • Drießhüsje - Toilette („Scheißhaus“)
    (auch Ursprungsort für wichtige Ideen: Drießhüsjensinfäll)
  • drüsch - trocken
  • Düx - Deutz (Kölner Stadtteil)
  • explizeere - sich auseinandersetzen
  • Fastelovend - Karneval
  • Fetz - kleiner Junge
  • fimpschich - empfindlich, sensibel
  • Fisematentche - unnötiges Getue
  • Fleech - Fliege
  • Flönz - Blutwurst
  • flück - schnell
  • Föttchesföhler - Po-Grabscher
  • Fraulück / Mannslück - Frauen / Männer
  • frecke - kaputtgehen, sterben
  • fussich - rothaarig (vgl. Karnevalsstar „Fussich Julche“)
  • Fuus - Faust
  • halve Hahn - „halber Hahn“
    (Roggenbrötchen mit Käse - kein geteiltes Geflügel!)
  • Hätz - Herz (das muss immer am richtigen Fleck sein)
  • Himmel un Ääd - „Himmel und Erde“
    (kölsche Spezialität mit gebratener Blutwurst, Zwiebeln, Kartoffelpüree und evtl. Apfelmus)
  • höösch - leise, vorsichtig
  • hück - heute
  • iggelich - unruhig, nervös
  • jeck - karnevalsbegeistert (oder verrückt)
  • Jedöns - Getue
  • jet - etwas
  • jöcke - sich fortbewegen
  • Jütschklump - Abflussreiniger
  • j w d - ganz weit draußen ("janz wick drusse")
  • Kabuff - Abstellraum
  • kalle - reden
  • Kallendresser - „Dachrinnenscheißer“
    eine Figur am Altermarkt
  • Kamelle - Bonbons
    (olle Kamelle - alte Geschichten, „kalter Kaffee“)
  • Kappes - Weißkohl
  • Kaschämm - billige Gaststätte
  • Klaaf - Klatsch
  • Klävbotz - Gast, der nicht gehen will (wörtlich: „Klebhose“)
  • Klüngel - Begriff für kölsche Lebensart
  • Knabüs - Gewehr (der Funken)
  • Knies - Streit, Dreck
  • Kniesbüggel / Knieskopp - Geizhals
  • knüselich - schmutzig, unordentlich
  • Köbes - Kellner (kölsche Form von Jakob)
  • Kölsch - Sprache und Bier in Köln
  • Köttel - kleiner Junge
  • Krätzje - Liedchen, Schwank
  • kriesche - weinen, heulen
  • kruffe - kriechen
  • Krüx - Kreuz
  • kütt - kommt (vgl. Rheinisches Grundgesetz)
  • Labbes - langer Mensch
  • us d'r Lamäng - aus dem Stegreif (frz. la main - die Hand)
  • Lück - Leute
  • luure - kucken, schauen
  • Mömmes - Nasenpopel
  • fiese Möpp - widerlicher Mensch
  • Mösch - Spatz
  • müffele - naschen
  • Muuze(mändelche) - (tropfenförmiges) Gebäck
  • Muuzepuckel - Griesgram
  • Nüggel - Schnuller
  • nüüs - nichts
  • Öllich - Zwiebel
  • ömesöns - umsonst, kostenlos
  • Pääd - Pferd
  • Pänz - Kinder
  • Paveier - Straßenpflasterer (Name einer kölschen Band)
  • piefe - rauchen
  • Ping - Schmerzen
  • Pittermännche - 10-Liter-Fass Kölsch
  • Plack - Fahne, Standarte
  • Plooch - Plage
  • Pott - Topf, Schüssel, Pokal
  • Prüll - Ramsch, Plunder
  • Prumme - Pflaumen
  • Puute - Mädchen
  • Quellmänner - Pellkartoffeln
  • Quetschbüggel - Akkordeon
  • raderdoll - verrückt, überdreht
  • Rään - Regen
  • rammdösisch - verrückt, durcheinander
  • Rievkoche - Reibekuchen
  • Rotznas - freches Kind (wörtlich: „triefende Nase“)
  • Schabau - Schnaps
  • schäl - komisch, falsch
  • schäl Sick - rechtsrheinisch ("falsche Seite")
  • Schavu - Wirsing
  • Schess - Schiss, Angst
  • Schlat, Schlot - Salat
  • Schnüss - Mund
  • Schutteplack - Putzlappen
  • schwaade - reden
  • Schwadlappe - Quasselstrippe
  • Sick - Seite
  • Sod - Gosse
  • Speimanes - beim Reden spuckende Figur aus dem Kölner Hänneschen-Theater
  • staats - ansehnlich (oft: staatse Kerl)
  • Stätz - Schwanz
  • Stippefütche - Tanz, bei dem sich die Funken mit ihren Hinterteilen berühren
  • Stropp - Kind
  • Taat - Torte, Kuchen
  • trecke - ziehen
  • Tünnes - einfältiger Mensch (Kölner Duo „Tünnes & Schäl“)
  • Tütenüggel - Weichei, Idiot
  • Veedel - Viertel (wichtig in Köln als Stadtviertel)
  • verjöcke - verprassen
  • verzälle - erzählen
  • Wibbelstätz - unruhiger Mensch (wörtlich: "Wackelschwanz")
  • wick / wigger - weit / weiter
  • Zappes - jemand, der Kölsch zapft
  • Zick - Zeit
  • zoppe - eintunken


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