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Samstag, 26. Mai 2018 – 13:31 Uhr
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Köln-CollageKöln-Collage Bei den kölschen Substantiven fällt auf, dass die Anzahl unterschiedlicher Kasus geringer ist als im Deutschen. Nominativ und Akkusativ sind immer identisch.

Für den Genitiv hat der kölsche Dialekt eine besondere Form entwickelt. Beim Wem-sing-Genitiv steht der Besitzer im Dativ und wird durch ein Possessivpronomen mit dem Bezugswort verbunden.

Der Kölner benutzt den Genitiv auch, um eine Person der Familie zuzuordnen. Statt den Vornamen und danach den Familiennamen zu nennen, setzt er den Nachnamen in den Genitiv und den Vornamen dahinter. So wird aus Katharina Meier „et Meiers Kätche“ und aus Josef Müller „Müllers Jupp“.

Das grammatische Geschlecht (Genus) tritt im Kölschen in den üblichen drei Varianten maskulin, feminin, neutrum auf. Allerdings stimmt das Genus vor allem bei weiblichen Personen nicht mit dem natürlichen Geschlecht überein, weil Mädchen und Frauen zum Neutrum werden, wie das bereits erwähnte Beispiel mit Kätche zeigt. Während „dä Minsch“ maskulin ist, verweist „dat Minsch“ auf eine Frau.

Im Numerus kennt das Kölsche Singular und Plural. Zur Bildung der Mehrzahl gibt es ähnlich viele Varianten wie im Standarddeutschen. Der Plural kann unter anderem durch Suffixe wie -e und -er oder durch Umlaut entstehen; manchmal sind beide Formen identisch.



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