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Die lateinische Grammatik enthält viele verschiedene Arten von Deklinationen und Konjugationen. Dazu kommen noch seltsam anmutende Konstruktionen wie der AcI und das Participium coniunctum. Bei genauerem Hinsehen erkennt man jedoch, dass Latein ziemlich logisch und strukturiert aufgebaut ist. Auf den Unterseiten erhalten Sie eine grundlegende Einführung in die wichtigsten Regeln.

Konjunktionen verbinden mehrere Teilsätze (coniungere – verbinden). Es gibt nebenordnende und unterordnende Konjunktionen. Die erste Art verbindet gleichrangige Sätze oder Wörter. Beispiele sind et (und), vel (oder), quod (weil) und sed (aber). Wir beschäftigen uns hier mit den interessanteren nebenordnenden Konjunktionen, die Haupt- und Nebensatz verknüpfen. Dabei unterscheiden wir verschiedene Arten von Nebensätzen. Nach Nebensätzen geordnet stelle ich Ihnen die wichtigsten lateinischen Konjunktionen vor.

 Temporalsätze

Die Verbindung erfolgt auf zeitlicher Ebene (tempus). Die wichtigste Konjunktion ist cum. Das Verb des Nebensatzes steht in temporaler Bedeutung üblicherweise im Indikativ und wird mit „als“ oder „(immer) wenn“ übersetzt. Die zweite Konjunktion ist dum und verweist auf eine parallele Handlung („solange“, „während“). Außerdem gibt es noch antequam und postquam, die eine vorherige oder spätere Handlung beschreiben („bevor“, „nachdem/seitdem“).

 Finalsätze

Finalsätze geben den Zweck (finis) einer Handlung an. Die typische Konjunktion heißt ut und wird mit „dass“ oder „damit“. Als negative Form gibt es ne, was also „dass nicht“ oder „damit nicht“ bedeutet. Vorsicht ist allerdings bei Verben wie timere (fürchten), interdicere (untersagen) oder impedire (verhindern) geboten, in denen bereits eine negative Bedeutung steckt. In diesen Fällen wird ne wie ut übersetzt. Bei beiden Konjunktionen folgt ein Verb im Konjunktiv.

 Konsekutivsätze

Diese Sätze beschreiben die Folge (consecutio) einer Handlung. Sie werden ebenfalls mit der Konjunktion ut gebildet, die mit „so dass“ übersetzt wird und eine Verbform im Konjunktiv verlangt.

 Kausalsätze

Kausalsätze liefern den Grund (causa) für eine Handlung. Die häufigsten Konjunktionen quod und quia stehen zusammen mit einem Verb im Indikativ und bedeuten „weil“ oder „da“. Ebenso ist das vielseitige cum möglich, das genauso übersetzt wird, aber in diesem Fall einen Konjunktiv erfordert.

 Konditionalsätze

Sie zeigen, dass eine Handlung nur unter einer bestimmten Bedingung (conditio) eintritt. Die wichtigste Konjunktion für solche Nebensätze ist si, das „wenn“ oder „falls“ bedeutet. Die dazugehörigen Verben können im Indikativ oder Konjunktiv stehen. Als negative Form gibt es nisi („wenn nicht“).

 Konzessivsätze

Diese Nebensätze drücken aus, dass eine Handlung trotz einer Einschränkung zustande kommt, und rämen so einen Gegensatz ein (concedere). Neben quamquam (mit Indikativ) ist auch cum (mit Konjunktiv) als Konjunktion möglich. Beide werden mit „obwohl“ oder einem „während“ (das in diesem Fall einen Gegensatz ausdrückt) übersetzt. Weitere Konjunktionen sind quamvis und etsi/etiamsi („wenn auch“).

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