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Mittwoch, 30. September 2020 – 1:21 Uhr
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 Die Welle



  Daten und Links

  Handlung

Der Lehrer Rainer Wenger hat Erfahrungen als Hausbesetzer und möchte deshalb bei der Projektwoche des Gymnasiums zum Thema Staatsformen die Anarchie behandeln, muss sich aber mit der Autokratie beschäftigen, weil sein Kollege Wieland ihm das Lieblingsthema weggenommen hat. Zum Projektbeginn am Montag finden sich viele Schüler, die zuvor mit Theater, Sport und Partys beschäftigt waren, in seinem Kurs ein. Sie haben zunächst kein großes Interesse daran, schon wieder über den Nationalsozialismus zu reden. Ihre Einschätzung, dass es so etwas nach den historischen Erfahrungen im modernen Deutschland nicht mehr geben könne, nimmt der Lehrer zum Anlass für ein Experiment.

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  Kritik

Der Film basiert auf dem sozialpsychologischen Experiment The Third Wave, das der Lehrer Ron Jones 1967 in den USA durchführte. Morton Rhue verfasste dazu 1981 den Roman Die Welle (The Wave), der zur beliebten Schullektüre wurde. Regisseur Dennis Gansel nahm vor allem das Originalexperiment als Grundlage für den Film, wobei er die Handlung an ein modernes deutsches Gymnasium verlegte. In Deutschland ist das Thema Autokratie durch die historische Erfahrung des Nationalsozialismus natürlich noch sensibler und intensiver.
Die Schüler zeigen anfangs Desinteresse am Dauerthema Nationalsozialismus. Doch sehr schnell entsteht eine Dynamik, die sich innerhalb weniger Tage verselbstständigt. Macht durch Disziplin, Gemeinschaft und Handeln – dieser Dreisatz reicht in Kombination mit einigen äußeren Merkmalen wie dem weißen Hemd, um eine gefährliche Bewegung zu entwickeln. Die Ausgangsthese, dass so etwas wie der Nationalsozialismus im Deutschland der Gegenwart unmöglich sei, wird dadurch widerlegt.
Schnell sind auch wichtige Rollen erkennbar, die zu solch einer autokratischen Gesellschaft gehören:
  • Wenger wird von seinen Schüler zur Leitfigur gewählt und gerät damit in die Rolle des Diktators.
  • Tim ist von Beginn an leidenschaftlicher Unterstützer der Bewegung. Durch seine zerrüttete Familie und sozial schwache Stellung ist er anfällig für eine Gemeinschaft, in der er sich endlich wichtig fühlen kann. Er sorgt auch für den dramatischen Höhepunkt der Geschichte.
  • Karo müsste eigentlich Sophie heißen, denn die engagierte Schülerin wird erst zur Außenseiterin und dann zur Widerstandskämpferin. Die Aktion mit den Flugblättern ist eine deutliche Anspielung auf Sophie Scholl.
  • Karos Freund Marco steht zwischen den Fronten. Er ist aktives Mitglied der Welle, weil er als Sportler die Gemeinschaft schätzt. Zugleich muss er jedoch um seine Beziehung zu Karo kämpfen. Bei dem Paar treffen Innen- und Außensicht der Bewegung aufeinander.
Insgesamt präsentiert der Film eine sehr gute Umsetzung des eindrucksvollen Experiments. Anhand der Geschichte, die Gansel erzählt, versteht jeder Zuschauer, was Ron Jones im Original und Rainer Wenger im Film den Schülern vermitteln wollen. Eine ähnlich schnelle Eskalation gibt es im ebenfalls auf einem echten Experiment basierenden Film Das Experiment. Beide Filme sind ebenso spannend wie lehrreich.