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Dienstag, 4. August 2020 – 9:35 Uhr
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Das kölsche Grundgesetz fasst in wenigen Sätzen die Regeln für alle Bewohner dieser Region zusammen.

 Inhalt

Der Kölner (und der Rheinländer amfürsich) hat im Laufe der Evolution einige zentrale Regeln entwickelt, um das Leben zu vereinfachen. So reduziert sich das wesentliche Verhalten im Umgang mit anderen Menschen auf elf einfache Weisheiten. Diese Regeln sind im kölschen Grundgesetz verewigt, das ich hier vorstelle. Die hochdeutschen Sätze sind dabei keine Übersetzungen, sondern Erläuterungen zu den kölschen Artikeln.
  1. Et es, wie et es.
    Sieh den Tatsachen ins Auge.
  2. Et kütt, wie et kütt.
    Habe keine Angst vor der Zukunft.
  3. Et hätt noch immer jot jejange.
    Lerne aus der Vergangenheit.
  4. Wat fott es, es fott.
    Jammere den Dingen nicht nach.
  5. Nix bliev, wie et wor.
    Sei offen für Neuerungen.
  6. Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.
    Seid kritisch, wenn Neuerungen überhand nehmen.
  7. Wat wellste maache?
    Füge dich in dein Schicksal.
  8. Mach et jot, ävver nit ze off.
    Achte auf deine Gesundheit.
  9. Wat soll dä Quatsch?
    Stelle immer erst die Universalfrage.
  10. Drinkste ene met?
    Komme dem Gebot der Gastfreundschaft nach.
  11. Do laachste dech kapott.
    Bewahre dir eine gesunde Einstellung zum Humor.

 Weitere Informationen im Netz

Das Grundgesetz ist auf zahlreichen kölschen Internet-Seiten zu lesen. Vom Text existieren mehrere Varianten, bei denen es leichte inhaltliche Abweichungen oder zusätzliche Artikel gibt. Wegen der Vielfalt nenne ich an dieser Stelle ausnahmsweise statt direkter Links eine weitere alte Regel: „Google ist dein Freund.“